Google Plus

Vorwarnung: leicht „rantiger“ Blogpost 😉 In meinem Blogpost zu der sehr großen, von mir mit-moderierten Google+ Community kam ja schon sehr deutlich heraus, dass ich ein ziemlicher Fan dieser Communities bin. Vor einiger Zeit hatte ich schon mal ganz wichtige kleine Dinge fĂŒr den Einstieg in die Google+ Nutzung zusammengeschrieben. Heute gibts ein paar Hinweise dazu, was man sich insbesondere bei den Google+ Communities verkneifen sollte, um nicht komplett kontraproduktiv zu handeln (inklusive einiger sehr konkreter Beispiele 🙂 ).

Die meisten Sachen, die ich hier zusammenschreibe, haben von der Perspektive her sicherlich den Einschlag des Community-Moderators, aber ich werde auch hervorheben, wie die Wahrnehmung des G+ Community-Verhaltens von Google (aus)gewertet werden könnte. Die meisten Screenshots mit Negativbeispielen sind aus anderen SEO-Communites auf Google+, die nicht so aktiv moderiert werden.

Ohne Profilbild in Google+ Communities posten

Postings von Usern ohne Bild fallen sofort ins Auge. Von solchen kommt oft regelmĂ€ĂŸig Spammiges! Wenn jemand möchte, dass sein Beitrag besonders kritisch vom Moderator betrachtet wird, dann kann man sowas machen, aber ansonsten ist das wohl komplett kontraproduktiv! Hier ein Beispiel. Problematisch ist hier nicht nur, dass kein Bild da ist, sondern auch, dass sich der gepostete Link mit dem Thema Fußball beschĂ€ftigt, obwohl es ein SEO-Forum ist.

kein-profil-bild googleplus community

Nun mal die Google-Brille aufgesetzt. Die werten Kollegen können ja den User ganzheitlich recht gut betrachten, denn der Unfug, der dort getrieben wird, ist ja auf Ur-Googlescher-Plattform. Da ist nun also ein User, der zu doofbeschĂ€ftigt ist, um ein Bild hochzuladen, der aber ohne Ende damit beschĂ€ftigt ist, Links in Communites rein zu posten. Glaubt irgendwer, dass sowas ein gutes Rankingsignal geben könnte, eines schönen Tages, wenn Social Signals ein Rankingfaktor werden? Erhofft man sich durch sowas direkten „Referral Traffic“ oder was ist der Plan? Wer klickt denn auf Links von jemandem, der in einem Social Network nicht mal sein Gesicht zeigt? Das sind sicher die gleichen FĂŒchse, die eMails aus Nigeria vom dortigen Prinzen beantworten, dessen Geld in der Schweiz eingefroren wurde. Na, viel Erfolg mit der fuchsigen Vorgehensweise 😉

Mit Firmennamen oder anonymen Accounts statt Personennamen interagieren

OK. Achtung: Jetzt kommt ein Punkt, der sicherlich auch Geschmackssache sein kann. Ich erklĂ€re mal einfach meine Sichtweise, und ihr dĂŒrft euch dann gerne in den Kommentaren dazu Ă€ußern. Einige Leute haben sich bei Google+ Communities die Angewohnheit zugelegt, statt mit dem Account einer Person mit einem „anonymen Account“ (wie z.B. dieser Page zum Thema SEO ) oder einem Firmenaccount (als Beispiel AKM3, wobei wir selbstverstĂ€ndlich nicht damit in Communites posten). Finde ich sehr unelegant. Wollen wir also vielleicht sagen kein „fataler Fehler“, aber eben unelegant. Hier ein Beispiel:

anonyme-accounts

Manche haben auch noch sehr lange Firmennamen oder eine Gesellschaftsform, die ausufert (GmbH & Co KG oder sowas). Ich finde es komisch. Im Idealfall entwickeln sich nach dem Posten eines Links Diskussionen mit der Community. Ich mag am liebsten mit Personen diskutieren und nicht mit anonymen Accounts oder Firmenaccounts, hinter denen mehrere Personen stecken können. Links, die in der Form in Communites kommen, klingen fĂŒr mich immer so ein bisschen nach PR oder „Corporate Communication“ also eher „push-artiger“-Werbung, und das – finde ich – passt nicht in eine Community.

Community-Spam

Sowas Negatives ist natĂŒrlich immer einfach gesagt. Daher will ich das klar und deutlich erklĂ€ren. Starten wir mit einem frischen Beispiel aus der SEO-Community.

communityspam

Messer verkaufen an SEOs? Klar. Kann sinnreich sein. Leider aber auch komplett offtopic. Und was macht ein Moderator dann?! „Remove, report & ban“ -> Das ist der Button, den ich in solchen FĂ€llen direkt betĂ€tige. Was denkt ihr wohl, wie Google solche Google+ User Accounts und Links innerhalb von G+ bewertet, bei denen oft dieser „Remove, report & ban“-Button benutzt wird?! Mehr kontraproduktiv als das geht ganz sicher nicht. Selbstgemachte Social-Spamsignale wĂŒrde ich das mal nennen, oder?

BTW: Ich habe es noch nicht ganz durchdrungen, aber Googlechen scheint das so gemacht zu haben, dass der User das noch nicht mal mitbekommt. Wenn ich das richtig verstanden habe, hat der das GefĂŒhl, seine Spam-BeitrĂ€ge in den Communites haben den Moderationsprozess „ĂŒberlebt“. Noch besser, wenn das so ist, oder?

Das waren im Wesentlichen die 3 wichtigen Punkte. Hier noch 2 eher kleinere.

AktivtÀt in falscher Sprache

Die meisten Communities haben ja sicher eine feste Sprache, in der die Kommunikation dort stattfindet. Ich habe lustigerweise gute deutsche SEOs schon auf Deutsch in eigentlich ausschließlich englischsprachigen Communites posten sehen. Eher irritierend, und da mag ich auch kein Beispiel zeigen. Hier mal ein englischsprachiges (immerhin ontopic) Beispiel aus einer deutschsprachigen SEO-Community:

falsche-sprache

Die X-te fast sinnfreie Community aufsetzen

Statt noch eine Community aufzusetzen, ist, glaube ich, AktivitĂ€t in bestehenden Communities aus der Logik einer „sozialen Suchmaschinenoptimierung“ eher sinnreich. Hier mal ein schönes Community Negativbeispiel „Ecommerce SEO“. An sich ein spannendes SEO-Thema, ĂŒber das wir auch schon des Öfteren in Fachzeitzschiften publiziert haben. Die Gruppe hat eben halt nur 83 Leute und scheint schon lange im Rennen.

mini-schrott-gruppen

Hinzu kommt, dass jemand die Gruppe total missbraucht mit herlichen Beispielen zu den oberen Punkten aus diesem Blogpost: mit Firmenaccounts Offtopic Content da rein knallen. Nachdem die Gruppe mit sowas vollgeballert ist, wird sie sicherlich nie mehr wachsen und gedeihen und bleibt Schrott.

Tipp jenseits von Communites

Nachdem die vorherigen 5 Anmerkungen auf ungeschickte Nutzung von Google+ Community fokussiert waren, hier noch ein letzter Rant / Lernhinweis fĂŒr diesen Post: Wer Google+ ausschließlich nutzt, um die Links aus dem einen und einzigen eigenen Blog rein zu ballern, schießt sich auch selbst in den Fuß! Das muss doch wohl klar sein. Google sieht das doch. Wie sieht das denn aus, wenn jemand dadurch quasi öffentlich behauptet „Nur meine Sachen sind die einzigen Sachen, die gut und wichtig und lesenswert sind!“? Das ist doch „Sharen“, wenn man es im engeren Sinne betrachtet. Wer so etwas aussagt mit seinem Handeln innerhalb des Google+ Netzwerks, dem ist man doch nicht geneigt zu glauben? Man kann diese Thematik doch easy algorhytmisch erfassen und dann entsprechen bewerten oder besser abwerten … Also bitte! Richtig nutzen oder lieber nicht, denn sonst erreicht man fĂŒr die eigene Website, die man ggf. mit dem, was man macht, pushen möchte, EXAKT das Gegenteil!

#rant #over #schöne #woche

© Image via Flickr – Magnet 4 Marketing dot Net „Google+“
Bestimmte Rechte vorbehalten. Quelle: Flickr.com

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Kommentare (4)

  1. Hier werden m. E. zwei Dinge vermischt. Das eine sind Firmenaccounts. Da ist die Kritik berechtigt. Das andere sind „anonyme“ – richtiger: pseudonyme – Accounts. Du schreibst “ Ich mag am liebsten mit Personen diskutieren und nicht mit anonymen Accounts oder Firmenaccounts, hinter denen mehrere Personen stecken können.“. Die Argumentation ist m. E. fehlerhaft. Auch hinter dem Account „Alexander Schestag“ können faktisch mehrere Personen stecken. Auch das kann ein Pseudonym sein, auch wenn es wie ein Realname aussieht. Es ist im Netz faktisch unmöglich, sicher zu determinieren, ob hinter einem Namen, der wie ein Realname aussieht, auch immer nur eine Person steckt, die tatsĂ€chlich so heißt, wie angegeben. Wichtig ist daher nur, wie von dem pseudonymen Account aus gehandelt wird. Wenn von dem Account immer wieder sinnvolle, Mehrwert bringende Posts kommen, kann es doch völlig egal sein, ob der Name wie ein Realname aussieht oder nicht. Es war 1995 so, und es ist heute noch so: On the internet, nobody knows, you’re a dog. Daher kommt es allein auf das Verhalten von pseudonymen Postern an.

  2. Das sehe ich wie Alexander Schestag. Es kommt auf die Art der BeitrĂ€ge an, ob man den Mehrwert liefert und sich einbringt oder durch Spam disqualifiziert … man kann sich auch mit seinem richtigen Namen unbeliebt machen.

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