AKM3 auf der K5 Konferenz

K5 Konferenz 2012 LogoAm 20. und 21. September fand zum zweiten Mal die K5 Konferenz statt. Jochen Krisch von Exciting Commerce lud eCommerce Unternehmen, Dienstleister und Interessenten zum gemeinsamen Wissensaustausch in die Eisbach Studios nach München ein. Die K5 zählt zu den besucherstärksten deutschensprachigen Veranstaltungen für den Online-Handel und so war es Ziel der Konferenz, Insides von großen führenden eCommerce Unternehmen zu vermitteln und die Entwicklung von neuen Trends zu diskutieren. Die K5 ist keine Präsentationsveranstaltung, sondern dient dazu, den Austausch der Teilnehmer untereinander zu fördern.

Für uns als Online Marketing Agentur sind Konferenzen, die sich in erster Linie nicht um Online Marketing drehen, besonders interessant, um einen Blick über den Tellerrand zu wagen und neue Entwicklungen und interessante Ansätze in unsere Konzepte einzubinden.

K5 Konferenz 2012 – Erster Tag – 20.09.2012

Nach einer kurzen Begrüßung und dem Rückblick des letzten eCommerce  Jahres stellte Mark Kirchner, Vice CMO von Rakuten, die eCommerce Strategie des japanischen eCommerce-Riesen vor. Im Fokus seiner Präsentation stand neben der Evolution des eCommerce vor allem auch die zu erwartende Entwicklung in den kommenden Jahren. So ist Curated Commerce bei Rakuten ebenfalls ein Thema, wodurch die Beteiligung an Pinterest nur ein logischer Schritt in die Richtung zum weltweit führenden eCommerce Unternehmen ist. Pinterest, welches in erster Linie Frauen anspricht, generiert einen um bis zu über 100$ höheren Warenkorb als es andere Social Media Plattformen wie Facebook oder Twitter schaffen. Somit sollte Pinterest im eCommerce nicht unterschätz werden, auch wenn Pinterest in Deutschland noch eine kleine Rolle spielt.

Anschließend gab Johannes Schellner, Leiter der „ACTA-Studie“ vom Allensbach Institut, Ergebnisse der neuen Studie wider. So nehme die Zahl der Online-Käufer immer noch weiter zu und durch neue Technologie-Plattformen steigt der Anteil am Mobile-Commerce von Jahr zu Jahr. Dabei besteht diese Käufergruppe überwiegend aus technik-affinen Männern unter 40. Was die Entscheidung über den Kauf eines Produkts weiter beeinflusst ist das Vorhandensein von Kommentaren und Bewertungen. Immer mehr Käufer fällen Ihre Kaufentscheidung anhand von zuvor gelesenen Bewertungen und Kundenrezensionen.

Einblicke in die Entwicklung des Multishop-Unternehmens Internetstores gab Gründer und Geschäftsführer René Köhler. So sei es wichtig, Prozesse weiter zu optimieren und diese schlanker zu gestalten. Durch eine 5 Millionen Investition war es möglich, den kompletten Logistik-Vorgang auszubauen und zu verbessern. Um sich noch mehr auf das Online-Geschäft zu konzentrieren, trennte sich Internetstores vom stationären Fahrrad Geschäft. Dort hat damals die Erfolgsgeschichte von Internetstores begonnen. Ausschlaggebend für diesen Schritt war die Ineffizienz von zwei verschiedenen Systemen. Sofern man keine bundesweite Filialkette hat, macht es aus wirtschaftlichen Gründen keinen Sinn, den Mehraufwand für ein stationäres Geschäft in Kauf zu nehmen. Ein weiterer Schritt zur Effizienz-Steigerung wird das Auslagern des über mehrere Monaten aufgebauten Möbel-Online-Shops livingo.de sein – Internetstores wird sich noch stärker auf den Fahrrad- und Outdoor-Markt spezialisieren und in diesem Bereich weiter international expandieren.

Sicherlich einen der amüsantesten Vorträge hielt Samy Liechti, Gründer und Geschäftsführer von Blacksocks. Bei Blacksocks handelt es sich um ein Abo-Commerce Modell für schwarze Socken, was von dem Schweizer bereits 1999 gegründet wurde. Unter dem Motto „die Menschheit für höheres bestimmt ist, als Socken zu sortieren“ stellte der Gründer die neu entwickelte Socke „Smarter Socks“, welche mit einem RFID-Chip ausgestattet ist, vor. Wie das Prinzip der Smarter Socks genau funktioniert, stellte Samy Liechi in einem Video dar:

Nach weiteren Q & A Sessions fand am Abend der Shop Usability Award statt. Mit dem Shop Usability Award werden Online-Shops mit besonderer Userfreundlichkeit ausgezeichnet. Unter den 300 Bewerbern konnte sich dieses Jahr der Online-Optiker misterspex.de durchsetzen.

Anschließend fand in Kooperation des Online Marketing Stammtisches ein Get Together in den Eisbach Studios statt.

K5 Konferenz – Zweiter Tag – 21.09.2012

Nach weiteren Keynotes am zweiten Konferenztag gab es am Nachmittag eine interessante Q & A Session zwischen zwei Sport-Shops, die beide unterschiedliche strategische Ausrichtungen fahren.

So ist der Online-Shop mysportsworld zum einen ein auf alle Sportarten ausgerichteter Online-Shop und zum anderen ein Shopping Club, welcher unter dem Brand mysportbrands zu finden ist. Durch beide eCommerce-Modelle lassen sich Synergie Effekte zwischen Shop und Club ausnutzen und dem Käufer noch mehr Flexibilität und ein noch besseres Erlebnis beim Einkauf bieten. Erik Pfannmöller, Gründer und Geschäftsführer von mysportgroup, stellte in der Q & A Sessions ganz klar das Ziel des Unternehmens in Vordergrund. Sie wollen mit mysportworld und mysportsbrand in den nächsten Monaten und Jahren die Nummer 1 im Online Markt für Sportbekleidung sein.

Ein anderes Konzept verfolgen die zwei Gründer von Keller Sports, Jakob und Moritz Keller. Wichtig für das Bestehen im eCommerce ist es, sich in der jeweiligen Nische zu etablieren und sich nicht zu breit aufzustellen. So startete der Shop vor wenigen Jahren aus dem „Keller der Kellers“ und bot Tennis-Bekleidung und Zubehör für Anfänger bis Profis. Mittlerweile findet man neben Tennis-Artikeln auch Running-Bekleidung und alles, was man zum Laufen benötigt.

Ein weiteres großes Thema, was in den nächsten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen wird, ist „Same Day Delivery“. Es gibt aktuell eine große Nachfrage an Lieferung von bestellten Produkten am gleichen Tag, aber noch keine logistische Infrastruktur, die dies effizient umsetzen kann. Im Vergleich der Infrastruktur der Vereinigten Staaten hat Deutschland den Vorteil, dass die Wege zwischen Lagern und Empfängern kürzer sind. Dies würde eine „Same Day Delivery“ begünstigen. Momentan nutzen deutsche Käufer aufgrund der fehlenden Umsetzbarkeit des „Same Day Delivery“ das „Next Day Delivery“-Angebot. In den USA ist aufgrund der weiten Distanzen zwischen Lager und Empfänger jedoch nur ein „Two Day Shipping“ möglich.

Mit dem neuen Startup tiramizoo versucht Gründer und Geschäftsführer Michael Löhr mit seinem Team das Problem der „Same Day Delivery“ zu Lösen und bietet eine Plattform für Stadtkuriere, die private Botengänge aller Art erledigen. Mittlerweile ist tiramizoo in über 10 deutschen Städten aktiv und lässt „Same Day Delivery“ noch ein wenig näher rücken. Die Daimler AG hat ebenfalls den Trend von „Same Day Delivery“ entdeckt und beteiligt sich an dem 2010 gründeten Startup, um gemeinsam eine „intelligente Vernetzung von Mobilität im urbanen Raum“ voran zu treiben.

Letztendlich lässt sich sagen, dass die K5 Konferenz einen guten Einblick in einzelne eCommerce Unternehmen gewährt und die neusten Trends und Entwicklungen genauer betrachtet.

© Image via Flickr – caitriana „munich 025“ Bestimmte Rechte vorbehalten.
Quelle: Flickr.com

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