AKM3 auf der SAScon Manchester 2012

Die SAScon gilt in Zusammenarbeit mit Manchester Digital und SEMPO als die führende Suchmaschinenmarketing-Konferenz in Großbritannien und findet jedes Jahr im Mai statt. Am 17. und 18. Mai ging die SAScon in den Hive Studios in Manchester in die dritte Runde, diesmal mit 200 Gästen wesentlich größer als die Jahre davor. Manchester hat eine starke digitale Community und kann mit verschiedenen Agenturen wie Manchester Digital, SEMPO, PushON gut mit anderen Konferenz-Locations, wie London mithalten. Die Organisation der SAScon wird von wichtigen Marketing-Größen in Großbritannien übernommen. Dazu zählen zum Beispiel Nicky Wake von Don’t Panic, Richard Gregory von Latitude und Simon Wharton von PushON.

Im Mittelpunkt der Konferenz stehen immer die Themen Suche, Analytics und Social Media (S = Search, A = Analytics, S = Social Media – SAS Conference). Mit dieser Mischung schlägt die Konferenz eine Brücke zwischen der klassischen On- und Offpage-Optimierung und der Verknüpfung der Suchmaschinenoptimierung mit Social Media. Selbst gestecktes Ziel der SAScon war es dieses Jahr, herauszufinden, wie essenziell die Verwendung von sozialen Medien in digitalen Marketing Kampagnen ist, um Besucherzahlen und Rankings zu verbessern.

Thematisch passend zum Titel der Konferenz widmeten sich die meisten Panels der Suchmaschinenoptimierung oder dem Social Media Marketing. Doch insgesamt kristallisierten sich drei große Themengebiete heraus:

  • Steigerung der mobilen Nutzung
  • Stärkere Verknüpfung zwischen Online- und Offline-Welt
  • Marketing auf verschiedenen Plattformen (Multichannel) z.B. mit dem Tablet vor dem Fernseher
  • Der daraus resultierende Mangel an Monitoring und Management über alle Kanäle

Twitter Keynote Bruce Daisley

Bruce DaisleyEin ganz besonderer Gast, auf den auch die Organisatoren sehr stolz waren, war Bruce Daisley, der UK Commercial Director von Twitter. Bruce hatte vor zwei Jahren schon mal als Speaker an der SAScon teilgenommen, war damals aber noch bei YouTube. Statt einem Glas Wasser bekam er zu seiner Keynote erstmal eine Bloody Mary.

Learnings:

  • Nutzerverhalten ändert sich durch mobile Endgeräte enorm
  • Schnellere Sessions anstatt von ausgedehntem Surfen
  • Durchschnittlich schaut ein Nutzer 150 Mal am Tag auf sein Smartphone
  • Internetzugriffe durch mobile Geräte sind steigend
  • Als Fazit sollte man seine Website auch für mobile Zugriffe optimieren

Search and Social mit Bas van den Beld

Sehr aufschlussreich und sehr unterhaltsam war auch der Vortrag von Bas van den Beld (@basvandenbeld) von State of Search zum Thema „The Psychology in Search and Social“.

Learnings:

  • Wir wollen, was andere haben.

The Jonses Film

Van den Belds Beispiel dafür ist der Film “The Jonses“. Im Film wurde eine perfekte Familie zusammengecastet und mit perfekten Dingen, wie Luxus-Haus, Luxus-Auto, neuste Mode und Beauty Produkte, ausgestattet. Damit soll der Neid der Nachbarn geweckt werden, sodass die gesamte Gegend zum Kauf dieser Produkte animiert wird.

  • Google nutzt diesen virtuellen Nachbarschafts-Neid
  • Google kennt und verwendet Verknüpfungen, Account Daten und soziale Signale. “We know where you are, we know what you like” (Eric Schmidt, Google)
    • Van den Beld meint, dass Google die folgenden sozialen Daten auswertet und einbezieht:

    • Deine Identität und dein Profil
    • Deine Freunde und Kontakte
    • Was du tust („You can perform a search on your desktop, move to your car, open Google navigation, and the address you just searched on your desktop is available immediately (if you’re logged in).” Bas van den Beld)
  • Die Klick-Rate für Ergebnisse mit sozialen Empfehlungen steigt
  • Google plant einen „Thank You“-Button um die Verwendung von Google + zu steigern

Diskussionsrunde zum Thema „Understanding the Role of Social in Search”

Die letzte Session am Freitag war eine Diskussion darüber, welche Rolle soziale Signale und soziale Netzwerke in der Suchmaschinenoptimierung und der Suche allgemein, spielen. Teilnehmer dieser Diskussion waren:

  • Paddy Moogan (Distilled)
  • Bas van den Beld (State of Search)
  • Martin Macdonald (Expedia)
  • Andy Betts (Strategist)
  • Kevin Gibbons (SEOptimise)

Learnings:

  • Ein komplett echtes soziales Profil nachzubauen, ist wesentlich schwieriger als ein Link.
  • Nur soziale Signale oder nur Links wirken unnatürlich. Der Mix ist wichtig.
  • Gerade für kleine Unternehmen kann der Fokus auf Empfehlungen einen großen Einfluss haben.

Facebook KleiderbügelBeispiel dafür sind die Kleiderbügel einer brasilianischen C&A Filiale. Die Bügel zeigen, wie viele Likes das jeweilige Produkt auf Facebook erhalten hat und verknüpfen so die digitale und reale Welt des Nutzers.

Ein weiteres Beispiel ist Blackmilkclothing.com. Fans die ein Foto mit dem Produkt auf die Facebook Wall posten, werden in die Produktseite aufgenommen. Dort kann man dann das Produkt an ganz normalen Menschen anschauen.

Black Milk Screenshot

Fazit:

Durch die steigende Nutzung von mobilen Geräten, nimmt die digitale Welt immer mehr Einfluss auf das alltägliche Geschehen. Mit dem Smartphone beim Shopping oder dem Tablet vor dem Fernseher, ist keine Seltenheit. Eine optimierte Version der Website und die Verknüpfung verschiedener Kanäle können zukünftig Vorteile bringen.

© Image via Flickr – dnisbet „Manchester from the Sky“ Bestimmte Rechte vorbehalten. Quelle: Flickr.com

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