Die AKM3 auf der Online-Marketing Show in London

Vom 26. bis zum 27. Juni fand in London in der Grand Hall Olympia zum wiederholten Male die Online-Marketing Show statt, auf der dieses Jahr auch die AKM3 vertreten war.

Dort hatte man nicht nur die Möglichkeit, mit zahlreichen Ausstellern aus den Bereichen Software, Content, Consultancy und Suchmaschinenoptimierung in Kontakt zu kommen. In insgesamt fünf Arealen fanden zudem interessante Vorträge in den folgenden Themenbereichen statt:

  • Search, Affiliate and Display
  • Mobile, Social Media and Apps
  • Content Management and Marketing
  • Payment, Fulfilment and Fraud Prevention
  • E-mail Marketing

Ein äußerst interessanter Vortrag von Joe Doveton (Global Maxer) behandelte beispielsweise das Thema „Cultural Multivariate Testing“ und beschrieb anhand von Tests und Studien, wie Onlineshops Konversionen erheblich steigern können, indem sie ihre Webseite den jeweiligen Ländern anpassen. Es wurde angeführt, dass ein globales Websitetemplate zwar Skaleneffekte bewirke, es jedoch auf internationaler Ebene nie eine „One-size-fits-all-Lösung“ geben könne. So solle beispielsweise beachtet werden, dass es in verschiedenen Ländern sehr unterschiedliche Präferenzen bezüglich Zahlungsmethoden, Farben und Browserwahl gebe. Ausgeführte Analysen belegten etwa, dass Online-Shops bereits durch Umfärben der Buttons oder Änderungen der Anordnung des Navigationsmenüs eine erhebliche Zunahme an Konversionen erzielen können. Auch die Einbindung von Social Media Buttons könne nicht standardmäßig für alle Länder übernommen werden. So sei das größte soziale Netzwerk in China noch stets Renren.com und nicht Facebook. Ferner variiere das Bedürfnis nach Informationsgehalt und Unterhaltungswert einer Webseite stark von Land zu Land. Extreme Unterschiede gebe es beispielsweise zwischen Japan und Deutschland.

Online Marketing ShowEin weiteres Thema, das sich in vielen Präsentationen wiederfand, war die Dringlichkeit von Webseitversionen für mobile Geräte, also für Smartphones und Tablets, da bereits jetzt ein erheblicher Prozentsatz der Klicks von mobilen Geräten stammt. In diesem Zusammenhang wurden auch die Vor- und Nachteile von mobilen Seiten vs. Apps erläutert. Zwar bieten Apps den großen Vorteil der Offline-Nutzung, jedoch fallen zum Teil hohe Entwicklungskosten an und der Nutzer muss sie zunächst herunterladen und installieren. Ferner seien Apps beinahe unmöglich zu tracken und können ohne weiteres wieder gelöscht werden. Eine mobile Seite hingegen sei für alle mobilen Geräte zugänglich und könne leicht angepasst werden. Allerdings bringe eine mobile Seite die Nachteile einer begrenzten Funktionalität, ausschließlicher Online-Nutzung und – unter Umständen – langer Ladezeiten mit sich.

Unter den häufigsten Problemen, die Nutzer von mobilen Seiten angeben, waren: Bildschirmgröße, schlechte Navigation, langsames Laden der Website und defekte Links. Aus diesen Gründen sind mobile Geräte verglichen mit Computern auch deutlich konversionsschwächer.

Anders als Computer würden Smartphones und Tablets meist außer Haus, vorzugsweise für Preisvergleiche und Shopsuche, genutzt, erklärte Rebecca Momberg von Marin Software in ihrer Präsentation. Durch gezielte Verwendung von mobil-bezogenen Keywords und Call-to-Actions könnten Shops und Restaurants Apps oder mobile Seiten optimal für ortsbezogene Resultate nutzen. So können für mobile Nutzer etwa Gutscheine bereitgestellt werden, die im nächsten Shop/Restaurant eingelöst werden können.

Neil McCarthy Online Marketing ShowNatürlich wurde auch in vielen Vorträgen auf die Folgen der Google-Updates, Panda und Penguin, eingegangen. In diesem Zusammenhang wurden dem Publikum einige hilfreiche, jedoch wenig überraschende, Tipps mit an die Hand gegeben, wie sie auch in der Post-Panda und -Penguin Zeit gute Rankings erzielen können. So wurde unter dem Slogan „Content is King…. but Distribution is Queen“ von Neil McCarthy (I Spy Marketing) angeführt, dass neuer, frischer Content auf Webseiten zwar wichtiger sei denn je, man diesen allerdings auch aktiv im Web streuen müsse. Dazu sei Social Media das optimale Medium. Wenn man seiner Zielgruppe frischen und interessanten Content liefere, werde man belohnt mit Social Links and Social Signals, welche dazu dienen, die Reputation einer Website zu boosten. Zu der Frage, ob Social Signals einen Einfluss auf das Ranking einer Website hätten, gebe es ja bekanntlich viele Meinungen. Mit dem Panda-Update habe Google allerdings unmissverständlich klar gemacht, dass guter Content essentiell sei für einen Erfolg in den SERPs. Später sei es mit dem Peguin-Update dann Websites mit einem unechten Backlinkprofil an den Kragen gegangen. Dies mache deutlich, dass Social Signals also ganz in Googles Sinne seien. Seiner Seite eine Fülle von Backlinks zu verschaffen sei ein Leichtes, aber nur mit einzigartigem und hochwertigem Content erreiche man, dass die Leute sharen, liken, +1en und twittern. Nur so könne man sich eine nachhaltige Reputation im Netz aufbauen. Der Schlüssel zu einem dauerhaften Erfolg nach dem Penguin-Update sei also der Fokus auf Social Signals.

Alles in allem war die Online-Marketing Show eine gelungene Veranstaltung mit vielen interessanten Vorträgen sowie geselligen Ausstellern. Auch im folgenden Jahr ist die AKM3 sicher wieder gerne mit dabei!


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