Wenn zwei Teams so fein, aber klein sind wie IT und Lektorat, dann liegt es nahe, dass sie sich für ein gemeinsames Teamevent zusammenschließen – so geschehen an einem Freitag im August, an dem die Wetterprognose von „heiter bis wolkig“ bis „Unwetter“ allen Interpretationsspielraum ließ.

Wir hatten uns für eine Spreefahrt auf einem Grillboot mit Überdachung entschieden. Folglich begegneten wir den gen Feierabend aufziehenden Cumulonimbus-Wolken mit dem Gleichmut derer, die sich durch nichts das sonnige Gemüt verhageln lassen. So machten sich IT- und Lektoratsteam gemeinsam auf den Weg zur Anlegestelle hinter dem Pirates-Club, der uns vom Sommerfest 2016 noch bestens bekannt war.

Dort begrüßte uns Sascha, Skipper eines namenlosen, aber gemütlichen Pontonboots, das mit einem fest installierten Gasgrill und bequemen Sitzbänken ausgestattet ist. Der Skipper mit dem sympathischen Surferboy-Charme half erst, den Proviant zu verstauen und uns dann an Bord.

Kulinarisch fehlte es an nichts, es gab Halloumi für den Veggie, Spezialbrot für den Glutenie und Wein für den Bierverächter. Dazu labten wir uns an Kartoffelsalat, Steaks sowie Antipasti und taten uns gütlich an Sherry, Gin Tonic sowie Berliner Luft – wild durcheinander, versteht sich. Dennoch blieben einige stolze Schreitvögel an den Ufern die einzigen, die wir an diesem Abend reihern sahen. Dabei spielte uns auch das Wetter in die Hände, zwischenzeitlich strahlte die Sonne sogar noch einmal richtig, und bei ruhigem Seegang tuckerten wir die Spree entlang.

Wir ließen zwar nicht die Füße im Wasser, dafür aber die Seelen richtig locker baumeln, während pittoreske Industriegebäudeensembles und malerische urbane Außenlandschaften an uns vorüberzogen. Gleich zu Beginn passierten wir nahe dem Molecule Man auch die MS Hoppetosse – wer den Partydampfer jetzt noch sofort einordnen kann, der weiß, dass er bzw. sie vor einer Woche bei der Performics-Summer-Party nicht über die Stränge geschlagen hat. Auf unserer Fahrt Richtung Köpenick entdeckten wir sogar ein UFO – glaubt ihr nicht? Könnt ihr aber glauben, das ist kein Seemannsgarn!

Spätestens, nachdem zwei Kollegen von einem kurzen Landgang mit Spiel, Spaß und Schokolade (aka Überraschungseier) für alle zurückgekehrt waren, war die Stimmung von ausgelassener Heiterkeit. Daran änderte sich auch nichts, als auf dem Rückweg dann doch starker Regen einsetzte und wir uns bald inmitten eines heftigen Gewitters wiederfanden. Blitze zuckten im Sekundentakt über der Rummelsburger Bucht und verwandelten unsere kleine schwimmende Party-Plattform in einen Dancefloor inklusive Stroboskop-Licht. Als wir nach mehreren Stunden wieder anlegten, stand dem Skipper ein Tropfen Schweiß auf der Stirn, der jedoch nicht vom Tanzen kam. Und wir? Wir waren traurig, dass es schon wieder vorbei war …

Fazit: So eine Grillboot-Tour ist allen zu empfehlen, die nach Hochseilgarten in Amazonien, Paragliding in den Anden und Apnoetauchen im Baikalsee mal etwas ganz anderes erleben wollen – und das vor allem gaaanz entspannt. „Auf Matrosen, ohé! – Einmal muss es vorbei sein. – Nur Erinnerung an Stunden der Liebe – bleibt noch an Land zurück.


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