AKM3 auf dem Barcamp Stuttgart 2012

Swarm Barcamp LogosBarCamps sind allgemein ein 2006 entstandenes Austauschformat, das nur bedingt einer klassischen Konferenz ähnelt. Jeder der einen Vortrag halten möchte, kann sein Thema vorstellen und je nach Interesse findet sich dann eine entsprechende Gruppe von Zuhörern zusammen. Mittlerweile gibt es BarCamps auf der ganzen Welt und überall stehen aktive Teilnahme und Wissensaustausch im Mittelpunkt. Der Name entstand eigentlich nur aus den Platzhaltern foo, bar und baz, die in Programm-Codes verwendet werden, und stellt das Pendant zu den von Tim O`Reilly ins Leben gerufenen FooCamps dar. Aufschlussreich und besonders lustig ist in diesem Zusammenhang der Artikel von Jan Tißler „Wie erklär ich’s meiner Mutter? Was ist ein BarCamp?“.

Das diesjährige BarCamp fand am 22. und 23. September im Literaturhaus Stuttgart statt und bot insgesamt ca. 60 Sessions, was für ein Barcamp schon ziemlich viel ist. Nach der obligatorischen Vorstellungsrunde und der Sessionauswahl ging es auch schon los. Die interessantesten Sessions, die ich besucht habe, werden hier kurz vorgestellt:

Tag 1

Pixel301 Podcast, Alex Burkhardt und Tobias Fox

Literaturhaus StuttgartIm ersten Slot fiel die Wahl auf die Session von Alex Burkhardt und Tobias Fox die allgemein durch Pixel301 und die Webschorle bekannt sein dürften. Wenn Tobi nicht gerade als SEO bei Vendure in Stuttgart arbeitet, nimmt er einmal in der Woche einen ca. 40 minütigen Podcast mit seinem Freund Alex Burkhardt auf. Dabei geht es um die üblichen Web Themen wie: Online Services, Gadgets, Apps usw., aber auch Serien und Filme werden ab und zu vorgestellt.
Allgemein sollte über das Format Podcast diskutiert werden: Wer hört eigentlich Podcasts? Welche Podcasts sind beliebt? Wie lang darf so ein Podcast sein, damit der Zuhörer nicht abschaltet? Immerhin gibt es Live-Podcasts, die über 8 Stunden gehen. Was gibt es für Probleme bei Live-Podcasts bzw. Live-Video-Podcasts? Google Hangouts kristallisierte sich hier als eine super Alternative heraus.

Visualisierung von Projekt Dependecies, Robert Reiz

Ebenfalls sehr interessant war die Session von Robert Reiz, der das Tool VersionEye vorstellte, mit dem man Abhängigkeiten zwischen software libraries visuell darstellen kann. Das ist vor allem praktisch um Aktualisierungen wie Sicherheits-Updates innerhalb eines Projektes zu überwachen. Das Tool läuft bis jetzt für Java, Ruby, Python und Node.JS. Hier gibt es einen Einblick, wie das Ganze dann aussieht.

Version Eye

Best of 165+ Web Tools @getoliverleon, Oliver Leon Überholz mixxt

Die Session zu 165+ Webtools von mixxt Grün der Oliver Leon Überholz war so beliebt, dass es am nächsten Tag eine Fortsetzung geben musste. Da die mixxt Mitarbeiter ziemlich toolaffin sind und auch ein monatliches Budget für eigene Tools haben, kennen sie sich sehr gut aus, was Oliver in einer Präsentation zusammenfasste. Eingeteilt wurden die Tools in Collaboration, Communication, Data & Content, Monitoring und Productivity. Herunterladen kann man die Folien hier, aber im Folgenden erst noch ein persönliches Best Of:

  • Asana www.asana.com Taskverwaltung für Gruppen
  • Trello www.trello.com Projektverwaltung mit Prozessabbildung als Task-Karten
  • Buffer www.bufferapp.com Organisiert Social Media Posts nach Zeitplan
  • Evernote www.evernote.com Organisationstool für Websites, Notizen, Fotos uvm.
  • Tree Style Tab …/addon/tree-style-tab/ Organisation von Recherche-Tabs für später als Add on für verschiedene Browser

Tag 2

Neuerungen in Google Analytics

Da man seit März letzten Jahres schnell mal den Überblick über die vielen Neuerungen von Google Analytics verlieren kann, gab es eine schöne Zusammenfassung von Katrin Mathis (@katrinmathis).

Neue Features sind zum Beispiel:

  • Radar Ereignisse: Bei Abweichung von täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Ereignissen kann man Benachrichtigungen per Mail erhalten
  • Verbesserte Mobile Reports
  • 45 zusätzliche Metriken für benutzerdefinierte Berichte
  • Tracking von sozialen Netzwerken und Zuordnung von Conversion Channels
  • Real Time Reports (vorher immer nur pro Tag)

Schöner CSS schreiben mit SASS & Compass von Stefan Bauckmeier @emrox

Schöner CSS schreiben mit SASSStylesheets sind in den letzten Jahren immer komplexer geworden. Diesem Trend will SASS entgegen wirken. SASS (= Syntactically Awesome Stylesheets) ist ein sogenannter CSS Präprozessor. Mit SASS können Entwickler ihre Stylesheet besser organisieren. Das CSS für den Browser wird aus den SASS z.B. über Compass generiert.
Der SASS ist eine eigenständige Sprache, die CSS stark ähnelt und um eine Vielzahl von Funktionen erweitert. Zwei einfache Funktionen sind Variablen (z. B. für Schriftfarben) und Mixins. In Verbindung mit Compass kann somit sehr effizient CSS3 geschrieben werden, da die häufige Wiederholung der Vendor Prefixes entfällt.

Zum Beispiel Schatten mit CSS und SASS
Box-Shadow mit CSS
.box {
-webkit-box-shadow: red 2px 2px 10px;
-moz-box-shadow: red 2px 2px 10px;
box-shadow: red 2px 2px 10px
}

Box-Shadow mit SASS

.box {
@include box-shadow(red 2px 2px 10px);
}

Weitere Informationen und Beispiele findet man auf http://sass-lang.com/

Am Ende bleibt nur noch zu sagen: Vielen Dank an Jan und alle Barcamp Helfer. Damit für uns alles kostenlos blieb und das leckere Essen serviert werden konnte, mussten so einige Sponsoren ran. Auch hier ein dickes Dankeschön.
Wer Interesse hat, das eine oder andere nachzulesen, findet praktisch alles unter dem Hashtag #bcs5.

Bilder vom Flickr Barcamp Gruppenpool

Barcamp Stuttgart Logo von glacier_350d. Bestimmte Rechte vorbehalten
Swarm Barcamp Logos von Franz Patzig. Bestimmte Rechte vorbehalten
BCS5 @ Literaturhaus von mezzomix. Bestimmte Rechte vorbehalten
Neuerungen Google Analytics von mezzomix. Bestimmte Rechte vorbehalten
Kleine Session OSM @ BarCamp Stuttgart von mezzomix. Bestimmte Rechte vorbehalten


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Kommentare (2)

  1. Toller Beitrag. Vielen Dank.

    Und noch ein kleiner Nachtrage zu VersionEye. Neben Java, Ruby, Python und Node.JS wird auch PHP unterstützt. Für Java werden sogar 2 Packet Manager unterstützt, Maven und Gradle.

    Ansonsten ist der Artikel sehr informativ. Habe hier noch mal ein paar Dinge gelernt über das BarCamp 🙂

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