In unserem letzten Blogpost haben unsere Kollegen Lydia Flügel und Christoph König von ihren Erfahrungen auf der Contentixx berichtet, die Teil der Camp!xx Week war. Ein weiterer Programmpunkt dieser Marketing-Konferenzwoche war die SEO Campixx, die am Wochenende des 11. und 12. März im Hotel Müggelsee stattfand. Auch hier waren wir mit zwei Kollegen vor Ort: Elena Jung und Sophia Larkin nahmen an den spannenden Vorträgen teil und berichten im heutigen Recap von ihren Erfahrungen.
 
Insgesamt gab es 110 Sessions, die thematisch alle Bereiche abdeckten, von technischem SEO über Onpage bis Linkmarketing. Darüber hinaus vermittelten einige Sessions Tipps, um die Produktivität zu steigern, und in einer ging es sogar darum, wie man YouTube-Influencer wird. Doch vorher wurden die Speaker auf eine sehr spezielle Weise vorgestellt:
 

 
Nach diesem stimmungsvollen Auftakt ging es los: In acht Räumen stellten Unternehmer, Führungskräfte, Agentur- und Inhouse-Marketer ihr geballtes Fachwissen vor und präsentierten Case Studies, Tipps und Tricks.

Unsere Highlights der SEO Campixx

„Crawl Budget Boost: So erhöhst du Googles Aufmerksamkeit für dein Projekt“ von Andre Goldmann

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Ab einer bestimmten Website-Größe muss man sich zwangsläufig mit der Verwaltung des sogenannten Crawling-Budgets beschäftigen, damit die relevanten Inhalte regelmäßig gecrawlt und erfasst werden können. André Goldmann stellte in seiner Session viele wichtige Aspekte und Überlegungen zum Thema Crawling-Budget vor:
 
Vorweg: Es ist nicht bekannt, was genau unter Crawling-Budget zu verstehen ist. Die Zeit, die Google für einen Crawl zur Verfügung stellt? Eine bestimmte Anzahl an Seiten? Oder etwas anderes? André griff die Überlegung auf, dass man es mit den finanziellen Ressourcen von Google vergleichen könnte, also mit Geld, das Google für Server, Wartung etc. ausgeben muss, um Website-Daten aktuell zu halten. Besonders spannend war in dem Zusammenhang auch die Frage: „Würdest du pro URL, die du in den Index lassen möchtest, 10 € an Google zahlen?“
 
Grundüberlegung ist demzufolge, URLs generell zu reduzieren und auch dann nur wichtige Teilmengen indexieren zu lassen.
Folgende Punkte sollte man sich für seine Seite genauer anschauen, wenn man sein Crawling-Budget besser verwalten möchte:

  • Robots.txt-Einstellungen / Disallows
  • Anzahl der URLs allgemein
  • Statuscode der URLs, z. B. auch Weiterleitungen
  • Sitemaps
  • Verbesserung der Ladezeit, da das Crawling auch davon profitiert
  • Externe Verlinkungen
  • Clevere Nutzung der internen Verlinkung / Inhaltsstruktur

 
Google bezeichnet die Kombination aus sauberen Statuscodes, korrekter interner Verlinkung und kurzen Ladezeiten als „Crawling Health“. Entwickelt sich diese positiv, kann man davon ausgehen, dass man ein höheres Crawling-Budget (also auch wieder mehr Ressourcen seitens Google) zur Verfügung gestellt bekommt.
 
Falls möglich, sollte man das Verhalten der Bots auch mit Logfile-Analyse und Auswertungen monitoren und somit prüfen, wie sich die Crawler auf der Seite verhalten und ob die SEO-relevanten Seiten regelmäßig erfasst werden.
 

„Local SEO like a pro“ von Hans Jung

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In der Session „Local SEO like a pro“ stellte Hans Jung anhand einer Case Study die verschiedenen Einfluss-Kriterien auf lokale Rankings vor. Als Test-Case wurden Supermärkte in der Umgebung gesucht und anschließend deren verschiedenen Merkmale einander gegenübergestellt, um zu analysieren, wie das lokale Ranking entsteht. Die Einfluss-Kriterien sind die folgenden:

  • Relevanz: Welche Informationen hat Google über den bestimmten Ort? Google verbindet die Informationen aus schema.org-Auszeichnungen, aus dem My Business Account und aus der lokalen Landing Page, wenn vorhanden
  • Entfernung: Mittels GPS wird die Entfernung des Suchenden zu einem Supermarkt, aber auch die Auslastung beispielsweise eines bestimmten Geschäfts gemessen.
  • Bekanntheit: Backlinks, Rezensionen, Bewertungen und das Ranking in der organischen Suche beeinflussen das lokale Ranking ebenfalls

Unterm Strich ist es sehr schwierig, lokale Rankings zu analysieren oder zu tracken, da sie zum einen personalisiert sind und sich zum anderen im Laufe eines Tages stark verändern können.Wer seine Chancen auf gute lokale Rankings erhöhen will, sollte aber prinzipiell eine hohe Antwort-Quote auf Bewertungen anstreben und auch Bilder im My Business Account nicht vernachlässigen.
 

„Case Study – So rockst du die SERPs“ von Dominik Wojcik

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Start-Ups, die sich auf Matratzen spezialisiert haben, sind gerade en vogue, und auch Dominik ist an einem dieser Start-Ups beteiligt, nämlich Dormando.
 
Wie die Seite aufgebaut ist und weiterentwickelt wurde, erläuterte Dominik anhand verschiedener Steps:

  • 1. Keywords recherchieren: Im Matratzen-Business tritt man gegen viele große und alteingesessene Brands an, z. B. OTTO oder das Dänische Bettenlager. Daher ist es das A und O, alle Keywords genauestens zu erfassen und die Suchenden komplett zu verstehen, um im Markt eine Chance zu haben.
  • 2. Informationsarchitektur: Anhand der bekannten Keywords kann eine Informationsarchitektur erstellt werden, und saubere URLs können gebaut werden.
  • 3. Indexierung: Generell sollte der Index so sauber wie möglich gehalten werden. Auch Seiten mit wenigen Produkten gehören nicht in den Index, da sie kein zufriedenstellendes Suchergebnis sind.
  • 4. Code: Hiermit ist nicht W3C-konformer Code gemeint, sondern Meta-Angaben und Co. Das Snippet, also Title und Description, ist immer die erste Schnittstelle zwischen Nutzer und Website und sollte daher so attraktiv wie möglich gestaltet sein.
  • 5. Mobile: Natürlich sollte auch mobilen Anwendern ein perfektes Ergebnis geliefert werden. So gibt es mittlerweile Shops, die AMP auch für transaktionale Seiten umgesetzt haben.
  • 6. Crawlability: Google vergisst keine URLs. Aus diesem Grund sollten die Seiten von Anfang an so sauber wie möglich aufgebaut werden. Damit Filter gar nicht erst gecrawlt werden können, ist das Post Redirect Get Pattern eine gängige Lösung.
  • 7. Content: Dominiks Statement hierzu war: „Content schimmelt“ und muss immer frisch bleiben. Dafür setzt Dormando im Shop verschiedene Priorisierungen fest, nach denen Aktualisierungs-Zyklen festgelegt werden, um den bestehenden Content regelmäßig aufzufrischen. Dabei wird auch die Volatilität der SERPs in Betracht gezogen. Und wie so oft gilt: Auch Bilder sollte man als Content-Form nicht vergessen 😉
  • 8. Kontinuität: Um den Anschluss an Wettbewerber nicht zu verlieren, sollte man kontinuierlich SEO-Maßnahmen durchführen.

 

Linkbuilding – It just smells too good von Andrea Claudia Delps

In Andrea Claudia Delps äußerst aufschlussreicher Session ging es darum, wie man hochwertige Backlinks für seine Website generiert. Sie sprach darüber, wie wichtig es ist, Content gut zu planen, ihn durch Elemente wie Infografiken aufzuwerten und mit verschiedenen Medien in Kontakt zu treten, um diese als Partner zu gewinnen. Ihre Ausführungen illustrierte sie mit einem cleveren wie einfachen Beispiel: Sie generierte Backlinks für Reiseseiten, indem sie Bloggern hochwertige Fotos vorlegte. Im Vorfeld hatte sie recherchiert, welche Reiseziele diese noch nicht abgedeckt hatten. So konnte sie den Bloggern etwas bieten, das diese brauchten, und bekam im Gegenzug einen Link zu ihrem Kunden.
 
Einer der interessantesten Punkte der Session ergab sich aus einer Bemerkung aus dem Publikum: Darin wurden nämlich Bedenken geäußert, dass es auf diese Weise möglich sei, auf eine vorher festgelegte, monatliche Backlink-Anzahl zu kommen. Andrea Claudia versicherte jedoch, dass genau das möglich sei, schließlich habe sie selbst exakt so schon oft gearbeitet. Es gelte aber, unbedingt die eingangs der Präsentation genannten Aspekte zu befolgen. Der Wichtigste: Content genau planen und Taktiken entwickeln, um erfolgreich mit Medien zu kooperieren. Alles in allem zeigte die Session einen alternativen und erfolgversprechenden Weg auf, Links zu akquirieren.
 
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Content Marketing, Alternative Trafficquellen & Links von René Schröter und Christoph Szepansk

In ihrem Vortrag stellten die Content Marketer René Schröter und Christoph Szepansk diverse Methoden vor, die sie in der Vergangenheit benutzt hatten, um Links zu setzen und dadurch Traffic auf die Seite ihrer Kunden zu bringen. Es war hochinteressant, die damit einhergehenden Zahlen und Daten zu sehen und ebenso, wie auch monatealte Links noch für Traffic sorgen können. Die beiden nannten außerdem Wikipedia als eine ihrer bevorzugten Plattformen, um Links zu setzen, da jeder dort generierte Link hohen Traffic im Monat zur Folge hat.
 

Fazit:

Wir bedanken uns bei den Veranstaltern und den Speakern für diese umfangreiche und interessante Konferenz. Die SEO Campixx hat uns viele wertvolle Einsichten beschert und wir konnten uns mit anderen Teilnehmern austauschen. Dank der spannenden Vorträge und Diskussionen, dem interessanten Tagesprogramm und der einzigartigen Location war das Wochenende ein voller Erfolg. Wir sind schon jetzt gespannt auf das neue Format im nächsten Jahr und freuen uns auf die SEO Campixx 2018!


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