„Das könnte ich auch!“ ist einer der Lieblingssätze von selbst ernannten Kunstkritikern, wenn ein abstraktes Gemälde für astronomische Summen unter den Hammer kommt. Für zwölf enthusiastische Performics-Mitarbeiter wurde am 23. November aus „Das könnte ich auch!“ ein „Das möchte ich auch können!“. Bei der ArtNight hatten sie nämlich drei Stunden lang Gelegenheit, den Pinsel zu schwingen, Farben zu mischen, Maltechniken auszuprobieren und bunte Vögel zu malen – und die konnten sich sehen lassen!

Als wir uns voller Vorfreude zum Team-Event im großen Konferenzraum einfanden, erwartete uns ein reichlich gedeckter Tisch. Das Menü war unwiderstehlich: Staffeleien, Leinwände, Schürzen, Pinsel, jede Menge Farben – und Pizza! Nachdem wir uns gestärkt hatten, banden wir uns modische dunkelblaue Schürzen um – der Herbsttrend 2017! – und ließen uns von unserer charmanten Lehrerin, der Künstlerin Kaitlyn Parker, in Malstimmung versetzen. Getreu dem Motto von Bob Ross: „We don’t make mistakes, just happy little accidents“.

 

Das Motiv dieses Abends war ein Flamingo mit Blumenkrone, den wir zunächst auf die Leinwand abpausten. Trotz des – nach Aussage der Künstlerin – „hervorragenden Lichts“ im Büro erforderte dieser Arbeitsschritt einige Verrenkungen, um durch die dicke Leinwand die Linien zu erkennen. Wieder in aufrechter Sitzposition schnappten wir uns einen Pinsel, um das Federkleid des Flamingos mit Farben zu versehen.

Dass die Vögel am Ende alle jeweils ganz unterschiedlich aussehen würden, war schnell klar – denn der eine Künstler tupfte zartes Rosa, der andere maritimes Blau und der nächste tiefes Schwarz auf die Flamingofedern – manche entschieden sich auch für eine bunte Farbmischung. Wir bedienten uns dafür der Maltechniken, die uns Kaitlyn gezeigt hatte, und malten mit verdünnter Farbe und langen Pinselstrichen, tupften dicke Farbkleckse auf die Leinwand oder benutzten statt Acrylfarbe einfach einen dicken Filzstift.

 

Nun sollten die Vögel noch flotte Kopfbedeckungen bekommen – auch hierbei führte die Kreativität der Performics-Mitarbeiter zu einigen überraschenden Ergebnissen. Einige Nachwuchskünstler schmückten ihren Flamingo statt mit einer Blumenkrone mit wallendem Haar, einer Dornenkrone oder einem extravaganten Hut. Während der ganzen Schaffensphase stand uns Kaitlyn mit Rat und Tat zur Seite und ermutigte uns, unserer Kreativität freien Lauf zu lassen. Dabei war Letzteres gar nicht nötig – ihre Begeisterung hatte sich längst auf uns übertragen.

 

Auch wir Künstler begutachteten die Bilder unserer Kollegen interessiert und holten uns die eine oder andere Inspirationen fürs eigene Werk. Die ursprünglich veranschlagten zwei Stunden waren natürlich viel zu kurz – jeder wollte an seinem Bild noch Details ausschmücken. Am Ende waren es fast drei Stunden, die wir an unseren Leinwänden werkelten, bis schließlich alle stolz ihr fertiges Gemälde in den Händen hielten.

Jedes große Kunstwerk trägt natürlich eine Signatur – also setzten wir unsere Unterschriften auf die Bilder. Nun brauchten die Mitglieder unserer Flamingofamilie nur noch Namen.

Am Ende hießen sie einfach allesamt Kevin – kreativ waren wir an diesem Abend schließlich schon gewesen.


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