HTML5 aus SEO-Perspektive

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In der Juni-Ausgabe des IX-Magazins veröffentlichte Andre einen Artikel über die Websprache HTML5. Dabei fokussiert er deren Bedeutung, bietet Hilfestellung dazu und erörtet die Gefahren für die Suchmaschinen-Optimierung. HTML5 ist zwar noch keine endgültige Version, viele Browser unterstützen sie jedoch bereits. Besonders die großen Browser können die Sprache mit jeder neuen Version immer besser interpretieren. Aus SEO-Sicht bietet HTML5 Vorteile in vielen Bereichen, doch auch Fehlerquellen können entstehen. Andre hat einige Neuerungen der Websprache und das Verhältnis von HTML5 zu Google untersucht.

Inhaltliche Strukturen

IX Magazin HTML 5
Quelle: http://www.heise.de/ix/

Die semantische Struktur von Webseiten und Inhalten kann durch neue Elemente wie header, section oder article noch besser suchmaschinenrelevant markiert werden. Content kann so z.B. zuverlässiger von häufiger vorkommenden Navigationselementen unterschieden werden. Einerseits könnte diese Kennzeichnung unnötig sein, denn Google und Co beherrschen die Trennung von Inhalt und anderen Seitenelementen bereits. Andererseits funktionieren die Eingaben als Signal und wirken sich positiv auf die OnPage-Bewertung aus. Auch dann, wenn Suchmaschinen den Angaben vermutlich nicht so ohne Weiteres vertrauen.
Auf inhaltlicher Ebene sind besonders die hx-Elemente eine Gefahr. Häufig werden sie fälschlicherweise zur Formatierung von Navigationselementen statt zur Contentstrukturierung verwendet. Aus SEO-Perspektive werden zu viele hx-Elemente dann vielleicht als Stuffing fehlinterpretiert, was gegen die Regeln verstößt.
HTML5 hält auch weitere spannende Attribute bereit. Aus SEO-Sicht ist besonders das Link Attribut rel-author interessant, welches ähnlich dem rel-nofollow-Attribut funktioniert. In den Suchergebnissen erscheinen so Bilder mit Verknüpfungen zu Google+ Profilen bestimmter Personen. Diese Ergebnisse sind optisch ansprechender und erzielen vermutlich höhere Klickraten. Die Autoren werden zudem angeregt, auf Google+ aktiver zu werden, was für Google nicht ganz uneigennützig ist. Solch ein AuthorRank könnte schon bald eine Ergänzung zum bekannten PageRank sein.

Einfache Integration von Multimedia-Elementen

Die Optimierung mit Videos war bisher eher schwierig, HTML5 bietet jedoch auch in Sachen Multimedia Fortschritte. Ein neues video-Attribut kennzeichnet bewegte Inhalte, welche für Suchmaschinen dann ebenso verständlich wären wie Texte. So könnte man auch mit selbstgehosteten Videos gute Rankings erzielen. Zudem kann Google eine Webseite mit dem video-Element besser crawlen als etwa reine Flash-Seiten. Kritisch betrachtet wird dagegen der große Code-Umfang von HTML5, denn lange Ladezeiten wirken sich negativ auf den Ranking-Faktor aus. Dichterer Code pro Seite ist für die Optimierung definitiv von Nachteil. Der Fragenkatalog, der sich zum Thema HTML5 und seine Bedeutung für SEO ergibt, ist gut gefüllt, deshalb kann HTML5 für die Suchmaschinen-Optimierung nur teilweise als sofortige Verbesserung gesehen werden.

Ob der eigene Browser HTML5 unterstützt, kann auf html5test.com getestet werden.


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