Was ist eine Keyword-Recherche?

Die Keyword-Recherche steht am Anfang der Onpage-Optimierung und beschreibt das Sammeln passender, auf die Zielgruppe abgestimmter Suchbegriffe, mit denen man eine Landing Page oder eine ganze Domain optimieren kann. Ziel ist es, auf den Suchergebnisseiten (SERPs) möglichst weit oben zu erscheinen, um so Traffic zu generieren. Die Keyword-Recherche ist einer der wichtigsten Bestandteile der Suchmaschinenoptimierung. In Deutschland kommt es vor allem darauf an, für die Google-Suche zu optimieren.

Was sind Nischen-Keywords?

Nischen-Keywords sind Keywords, die ein geringes Suchvolumen haben, für die es also eine geringe Anzahl an Suchanfragen innerhalb eines bestimmten Zeitraums gibt. Die Nischen-Keywords sind alle einem bestimmten Themenbereich zuzuordnen. Hier ist es so, dass weniger Keywords im Keyword-Cluster vorhanden sind. Es ist oftmals schwieriger, ein solches Cluster aufzubauen. Oftmals helfen Brainstorming und der AdWords Keyword-Planer.

Wie lassen sich Keywords unterscheiden?

Generell wird zwischen drei Arten von Keywords unterschieden: Short-Head-, Mid-Tail- und Long-Tail-Keywords.

Short-Head-Keywords: Sie bestehen meistens aus nur einem Wort, beispielsweise „Urlaub“. Das ist relativ unspezifisch, deckt jedoch im Gegenzug ein sehr großes Spektrum ab und führt somit zu einem hohen Suchvolumen.

Mid-Tail-Keywords: Sie bestehen meistens aus zwei bis drei einzelnen Wörtern und stehen so zwischen Short-Tail- (unspezifisch) und Long-Tail-Keywords (spezifisch). Beispiel: „Urlaub Berlin“.

Long-Tail-Keywords: Sie sind im Vergleich sehr spezifisch und bestehen oftmals aus mehr als drei einzelnen Wörtern. Beispiel: „Günstige Pauschalreisen Oktober Berlin“. Long-Tail-Keywords haben in der Regel ein niedriges Suchvolumen, weil sie einer sehr konkreten Suchanfrage entsprechen.

Eine Mischung aus Short-Head-, Mid-Tail- und Long-Tail-Keywords in einem Keyword-Cluster ist optimal. So hat man nicht nur die besonders charakteristischen Keywords abgedeckt, sondern zugleich auch solche mit hohem Suchvolumen.

Suchintention des Nutzers berücksichtigen

Wichtig ist, dass die Keywords auch themenadäquat sind. Das bedeutet, sie müssen auch zum jeweiligen Inhalt einer Seite passen. Bevor man für deren URL optimiert, sollte man sich Gedanken darüber machen, welches Ziel man verfolgt, und dabei die Suchintention der Nutzer beachten. Hier unterscheidet man im Wesentlichen zwischen drei Arten:

Informationsorientierte Keywords: Bei einer informationalen Suchanfrage sucht der Nutzer nach Informationen. Es werden dabei oftmals W-Fragewörter verwendet, etwa: „Was ist eine Keyword-Recherche?“

Transaktionsorientierte Keywords oder Money-Keywords: Sie entsprechen einer Kaufabsicht seitens des Nutzers: „Auto kaufen“.

Navigationsorientierte Keywords: Bei der navigationsorientierten Suchanfrage weiß der Nutzer bereits, welche Seite er besuchen möchte. Seine Suchanfrage könnte wie folgt lauten: „Xing“, „Facebook“, Youtube“. Da der Nutzer bei navigationsorientierten Suchen bereits weiß, auf welche Seite er gelangen möchte, lohnt sich die Optimierung für navigationale Suchanfragen oft nur für den Betreiber der entsprechenden Seite selbst.

Wenn übrigens lokale Dienste oder Produkte angeboten werden, sollte man Keywords mit lokalem Bezug wählen: „Fahrradverleih Berlin“. Suchphrasen lassen sich aber nicht immer so einfach kategorisieren. Beispielsweise ist „Auto kaufen in Berlin“ sowohl eine transaktionale als auch eine informationale Suchanfrage. Die Suchintention lässt sich hier nicht klar einordnen, da sie gleich mehrere Suchanfragen miteinander kombiniert. Solche Kombinationen sind bei allen drei Arten von Suchintentionen möglich. Jedoch lassen sich nicht alle drei zugleich miteinander verbinden.

Das Keyword-Cluster

Nachdem der Inhalt einer Seite in Bezug zur möglichen Suchintention der Nutzer untersucht wurde, besteht der nächste Schritt in der Erstellung eines Keyword- Clusters. Das ist eine Gruppierung von Keywords mit Bezug zu einem bestimmten Themenfeld. Ein Keyword-Cluster zum Thema „Urlaub“ könnte unter anderem „Kurzurlaub“ und „Reise“ enthalten. Diese Schlüsselwörter untergliedert man wiederum weiter. Bei „Reise“ wären beispielsweise „Pauschalreise“ und „Kreuzfahrt“ denkbar. Je breiter ein Thema gefasst ist, desto mehr Keywords lassen sich finden.

Es ist dabei wichtig, sich auf alltägliche Begriffe zu besinnen. Anstatt „Personenkraftwagen“ sollte man also eher den Suchbegriff „Auto“ verwenden, da er ein höheres Suchvolumen hat und gebräuchlicher ist.

Tools

Es gibt zahlreiche Tools, mit deren Hilfe man eine gute Keyword-Recherche erstellen kann. Einige sind sogar kostenlos, beispielsweise Google Analytics, Answer The Public und Keywordtool.io.

Um Google Analytics nutzen zu können, braucht man aber ein Google-Konto. Sobald man einen Account eingerichtet hat, sieht man auf der linken Seite im Programm beispielsweise den Reiter „Zielgruppe. Unter diesem kann man sehen, woher die Nutzer kommen, die eine ausgewertete Website besuchen.
 

 
Die Seite Answer the Public liefert auf Basis von Google und Bing für ein eingegebenes Keyword passende, häufig vorkommende Aussagen und Fragen, was ein Gefühl dafür vermittelt, wofür sich die Nutzer interessieren. Man hat eine Auswahl an elf Sprachen. Es wird allerdings kein Suchvolumen angegeben.

Wenn man etwa „Marketing“ eingibt, werden einem Ergebnisse aus den folgenden Kategorien angeboten:
 

Man kann überdies zwischen der Ansicht eines Kreisdiagramms („Visualisation“) und
 

einer Liste („Data“) wählen.
 

 

 
Das keywordtool.io liefert mehrere Hundert Keywords für Google, YouTube, Bing und für den Apple App Store. Zudem kann man unzählige Sprachen und Länder einstellen. Die Ergebnisse lassen sich filtern. Auch hier kann man sich Keyword-Vorschläge und auch Fragen anzeigen lassen. Diese kann man auch als Excel-Datei exportieren.
 

Photo by rawpixel.com on Unsplash


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