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Dass mobile Endgeräte den Desktop-Geräten in puncto Internetsuche mittlerweile den Rang abgelaufen haben, ist kein Geheimnis. Unternehmen sind deswegen daran interessiert ihre Apps auch in den Suchergebnissen hervorzuheben. Mobile Marketing gewinnt an Relevanz.

Maik Metzen und Matthäus Michalik beschäftigen sich in einer zweiteiligen Serie im t3n-Magazin mit der Suchmaschinenoptimierung für Apps. In Ausgabe 43 könnt ihr den zweiten Teil nachlesen; Maik und Matthäus widmen sich darin der korrekten technischen Umsetzung von App-Indexierung und dem Deep-Linking. Wir fassen den Artikel für euch zusammen.

Für eine fehlerfreie Umsetzung sind drei Punkte wichtig:

  1. Implementierung der Deep-Links

Um Apps indexieren lassen zu können, müssen die Deep-Links für iOS- bzw. Android-Apps angepasst werden. Diesen verknüpfen die Applikationen mit den entsprechenden Websites, sodass die Suchmaschine die Inhalte der Apps erkennt.

Dafür muss man zunächst die URL-Schemata anpassen. Diese dienen dazu, App-Unterseiten via Deep-Link mit einer entsprechenden URL zu verknüpfen. Hierbei entscheidet man sich entweder für ein http-URL- oder ein Custom-URL-Schema, wobei Apple letzteres seit der Einführung von iOS 9 nicht mehr unterstützt.

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Bedingt durch die verschiedenen Frameworks, auf die Android- und iOS-Apps basieren, kann es sein, dass ein URL-Schema nicht unterstützt wird. Hier muss also erst einmal sichergestellt werden, dass das Schema in der App hinterlegt ist.

Da iOS-Apps nicht direkt mit dem Google SDK kommunizieren können, müssen Programmierer auf das CocoaPods-Management-Tool zurückgreifen. Damit richten sie „GoogleAppIndexing“-Pods innerhalb des Podfiles ein.

Weiterhin sollte man bei iOS-Apps eine Back Bar einrichten, da die mobilen Apple-Endgeräte über keine Zurück-Taste verfügen, die für viele App-Interaktionen oft sehr wichtig ist.

  1. Integration im Quellcode

Um sicherzustellen, dass Google die App auch richtig indexiert, müssen Website und App im Quellcode der Website über Deep-Links verknüpft werden. Diese werden mit „android-app“ bzw. „ios-app“ eingeleitet.

  1. Private Index optimieren

Dieser benutzerdefinierte Index wird von Google und Apple verwendet, um die persönlichen Daten in einer App zu durchsuchen. Nutzer können dadurch App-Inhalte über Google Now, Spotlight von Apple oder Siri finden. Optimiert man den Private Index, werden App-Inhalte beispielsweise bei Google Now oder in der Suche ausgespielt.

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Das macht die Google-Konkurrenz

Auch Bing kündigte 2015 an, die eben beschriebene Verknüpfung von Apps zu erlauben, um eine bessere User Experience zu gewährleisten.

Facebook ermöglicht dies den Entwicklern schon seit 2014: So können mobile Nutzer eine bereits installierte App direkt starten, ohne vorher über den Browser die mobile Website laden zu müssen.

Und Apple will seinen Nutzern ein besseres Sucherlebnis ermöglichen und stellte mit der Einführung von iOS 9 auch eine neue Such-API vor. Programmierer können nun die Inhalte von Applikationen indexier- und durchsuchbar machen. So spart der User sich den Weg über die Suchmaschine und kann über die neue In-App-Suche direkt die gewünschten Inhalte finden.


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