Content-Marketing gilt schon seit Langem als „Wundermittel“ im Online-Marketing. Gerade für Start-ups mit knappem Budget ist es eine gute Herangehensweise dafür, eine möglichst hohe Reichweite zu erzielen. Weshalb das so ist, und was man noch beachten sollte, das haben mein Kollege Christoph König und ich im Rahmen unseres Fachbeitrags im suchradar-Magazin näher erläutert.

Content-Marketing kostet laut einer Studie des Marketing-Software-Dienstleisters Kapost im Schnitt 31–41 % weniger als andere Marketing-Kanäle wie etwa AdWords. Und dabei kann es die Konversionsrate um das 6-Fache erhöhen! Beispiele für erfolgreiches Content-Marketing sind unter anderem Babbel, Lieferando oder das Magazin von Urlaubsguru.

Die Zielsetzung als Basis für den Erfolg

Content zu erstellen, um Traffic und Conversions zu erzielen, ist zwar ein legitimes Unterfangen, jedoch sollte das nicht die einzige Intention sein. Vor allem für Start-ups ist es wichtig, das Vertrauen möglicher Kunden zu gewinnen und sich als Autorität auf einem bestimmten Feld zu präsentieren. Welche Ziele durch Content-Marketing noch zu berücksichtigen sind, seht ihr hier:

  • gutes Markenimage
  • Vertrauen gewinnen
  • Positionierung
  • Kundengewinnung
  • Kundenbindung
  • Generierung von Backlinks
  • Traffic und Conversions erzielen

Um das zur Verfügung stehende Budget gezielt einzusetzen, sollten die Strategie und Umsetzung genau geplant sein. Dabei sind folgende Schritte zu berücksichtigen:

Bei der Zieldefinition ist es wichtig, dass der Produktmanager und/oder der Geschäftsführer die Ziele genau benennen. Hierbei sollten neben der Zielgruppendefinition außerdem das Budget und die KPIs festgelegt werden. Ein Projektmanager sollte zudem als Ansprechpartner fungieren und für den Ablauf der Prozesse verantwortlich sein.
Das Audit hat den Zweck, bereits vorhandenen Content mit dem Potenzial für Content-Marketing-Maßnahmen zu identifizieren. Hier sollten alle relevanten Abteilungen eingebunden werden. Zusätzlich sollte ein Audit für Wettbewerber durchgeführt werden, sofern dies möglich ist. Am Ende werden die Ergebnisse zusammengetragen und von allen Beteiligten bewertet, die bereits an der Zieldefinition mitgewirkt haben. Die Bewertungskriterien könnten beispielweise der bisherige Nutzen für das Unternehmen und die Zielgruppe sein.
In einer Potenzialanalyse werden Nutzermetriken untersucht, um Defizite und Potenziale im Wettbewerbsvergleich aufzudecken. Dabei ist es wichtig, das Nutzerverhalten, beliebten Content der Wettbewerber und oft gelesene Beiträge zu analysieren.
Auf Basis der bisherigen Ergebnisse geht es nun an die Planung der Umsetzung. Hier werden zeitliche und personelle Ressourcen festgelegt, das Budget auf die jeweiligen Beteiligten verteilt und Briefings erstellt. Zwischenzeitliche Absprachen helfen dabei, Deadlines festzulegen.
Da die Ideen-Generierung nicht planbar ist, jedoch die kreative Basis darstellt, gibt es hier Richtlinien, die man auf viele Gebiete anwenden kann:

  • Assets im eigenen Unternehmen nutzen, etwa Statistiken, Regionen, Uhrzeit etc.
  • alle Mitarbeiter einbeziehen, um einzigartigen Content zu erschaffen
  • aktuelle Ereignisse, Events, Filme etc. aufgreifen, um diese mit dem eigenen Produkt in Verbindung zu bringen

Auch hier ist es wichtig, als Kollektiv zu arbeiten und ein Alleinstellungsmerkmal zu finden.
Bei der Produktion geht es bei Start-ups, aufgrund des kleineren Budgets, vor allem darum, das Content-Marketing einfach zu halten. Das könnte beispielsweise ein informativer oder unterhaltsamer Blog sein. Wichtig ist, dass das Corporate Design stimmt und ein Bezug zum Produkt und zum Unternehmen besteht. Damit der Nutzer den Content wie eine Empfehlung teilen kann, sollte zudem eine „Share“-Funktion eingebaut werden.
Im Seeding geht es vor allem darum, seine Kampagne in Foren, Communitys oder Social-Media-Gruppen zu „streuen“, um seine Zielgruppe zu erreichen. Auch Kooperationen mit zielgruppennahen Blogs, Influencern oder Magazinen können da sehr von Vorteil sein. Für textbasierte Kampagnen eignen sich auch Native Ads von Outbrain, Plista oder Taboola, da diese verhältnismäßig geringe Cost-per-Click-Preise verlangen und eine große Reichweite erzielen.
Das Reporting dient dazu, den Erfolg einer Content-Marketing-Kampagne zu messen. Hierbei sind KPIs hilfreich. Um herauszufinden, wie viele Menschen auf den Content zugreifen, wie sie auf diesen gestoßen sind und wie viele Backlinks sowie Shares man verbucht, kann man gängige Analyse-Software nutzen. Auch Conversion-Pfade lassen sich leicht nachverfolgen, sodass man herausbekommt, ob die Kampagne neben dem Branding auch für Conversions gesorgt hat.

Fazit

Es ist nicht relevant, auf welcher Entwicklungsstufe sich ein Start-up gerade befindet, damit sich Content-Marketing auszahlt; es muss nämlich nicht teuer sein. Gute Planung und Umsetzung können auch mit geringerem finanziellen Aufwand zum Erfolg führen. Hat euch diese Zusammenfassung gefallen? Bei uns findet ihr noch weitere spannende Themen rund ums Content-Marketing, zum Beispiel wie man den optimalen Texteinstieg hinbekommt.


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