Marty Weintraub

Marty Weintraub ist der Gründer und President von aimClear, einer Agentur, die Social Media, Such-, Anzeigenwerbung mit PR und Online Marketing miteinander verknüpft. Er ist ein häufiger Speaker und war und wird mit Keynotes & Seminaren unter anderem auf der SES London, Media Suche Insider Summit, OMS, Charlotte Search Exchange sein.

Andre Alpar: Okay, der heutige OMReport ist mit Marty. Marty, stell dich bitte vor.

Marty Weintraub: Mein Name ist Martyn Weintraub. Weißt du, was das auf deutsch heißt? Weißt du es? Weintraub? Es ist eine Weintraube! Es ist von einer Winzerfamilie. Winzer! Und ich mag Wein sehr! Und weißt du, was wirklich cool ist? Mit meiner deutschen Abstammung – meine Familie ist aus Osteuropa und Deutschland – bin ich als Erwachsener zum Wein gekommen. Mit über 45 Jahren habe ich mich sehr für feine Weine interessiert. Ich betreibe mein Hobby sehr passioniert. Und dann, etwa mit 50, merke ich plötzlich: “Verdammt, mein Nachname ist Weintraub! Das heißt Weintraube! Meine Güte!”

Andre Alpar: Du hast es die ganze Zeit nicht gesehen?

Marty Weintraub: Ich habe es nicht bemerkt!

Andre Alpar: Aber du hast niemanden in deiner Familie, der Wein hergestellt hat.

Marty Weintraub: Nein. Vielleicht vor Generationen einmal. Ich wünschte, ich könnte sagen, dass ich eine prächtige Risling-Vergangenheit habe. Aber… Egal, mein Name ist Marty – und zu dir mein deutscher Freund sage ich – Weintraub mit großem Stolz.

Andre Alpar: Perfekt! Perfekt! Das verstehe ich total.

Also, wir wollten uns über Psychographie unterhalten, weil du dich auf dieses Thema spezialisiert hast. Psychographie ist nicht wie Demographie?

Marty Weintraub: Psycho-Targeting für Marketing Mohos… Mofos… Ihr müsst das nicht aus dem Interview rausnehmen.

Andre Alpar: Das werden wir nicht.

Marty Weintraub: Okay, Glass, mach ein Foto.

Andre Alpar: Wenn ich an Google Glass denke, dann denke ich immer, dass die Batterie nicht lange hält. Wie gehst du damit um, ich meine, du trägst es den ganzen Tag.

Marty Weintraub: Also zuerst, es ist weniger Glass, dass das Problem für die Batterie ist, obwohl es über den Tag verteilt Strom frisst, wenn du es hier und da benutzt. Es ist mehr das Handy, das mit Bluetooth und dem Hotspot verbunden ist. Es braucht die Services vom Handy.

Andre Alpar: Also schaltest du Bluetooth aus?

Marty Weintraub: Nein, ich habe eine dicke Batterie und lasse es einfach die ganze Zeit angeschlossen. Weil, wenn du Glass hast, ist das Teilen so einfach und wichtig für SEO, weil du so einfach Dinge zu Plus und anderen Social Communities verteilen kannst, und für das Engagement, dass es mir egal ist. Ich trage die Batterie mit mir herum. Ich trage drei Handy Batterien extra mit mir herum. Wen interessiert es?

Andre Alpar: Stimmt. Und außerdem gibt es hier zum Glück überall Möglichkeiten sein Handy aufzuladen.

Marty Weintraub: Psychographie! Bevor wir uns im Psycho-Talk verlieren! Der Unterschied zwischen Psychographie und Demographie ist, dass Psychographie mehr mit Interessen, Neigungen, Affinitäten, Dingen, an die wir glauben, mit denen wir uns beschäftigen zu tun hat. Zum Beispiel bei Facebook, Youtube oder Twitter weiß ich, wie ich Content durch bezahlten Sachen verbreiten kann, die organisch und sozial aussehen. Sagen wir, ich möchte an alle Molekularbiologen in Osteuropa verteilen, die englisch sprechen. Es gibt verschiedene Wege und Targetings, um das zu machen. Psychographie ist, wenn du den Teil anpeilst, der den Suchenden zu einer ganzen Person macht. Und diese gleichen Leute, die suchen, sie verteilen auch Content entlang von psychographischen Knotenpunkten. Das ist verdammt groß!

Andre Alpar: Ich würde sagen, Psychographie wird wahrscheinlich so groß werden wie AdWords, was hauptsächlich auf Keywords basiert, richtig?

Marty Weintraub: Jeder einzelne Marketer der Welt, der Content Strategien benutzt, genau so wie SEOs, die Search PPCs kaufen müssen, wird für Paid Organics, also organisch aussehende bezahlte Anzeigen in sozialen Kanälen bezahlen.

Andre Alpar: So etwas wie Promoted Tweets? Das wäre eine Beispiel oder Suggested Posts?

Marty Weintraub: Oder Facebook Page Adds, die aber im Newsfeed erscheinen.

Andre Alpar: Dann sind sie Marketing, aber sie sind im Newsfeed und sehen aus wie der Rest, aber sie sind trotzdem vermarktet.

Marty Weintraub: Ich sag‘ dir was. Hebt eure Hände, wenn ihr so viel mit SEO bekommt, dass ihr nie wieder in eurer Karriere Search Pape Clicks kaufen müsst. Nie wieder! Ihr bekommt alles mit SEO für umsonst!

Andre Alpar: ehrm… da bin ich nicht sicher…

Marty Weintraub: Oh, niemand? Nein? Nein, okay, die Hälfte? Nein? Okay, du möchtest 10.000 machen, damit deine Zahlen für den Monat stimmen. Nur mit SEO?

Andre Alpar: Das wird nicht klappen.

Marty Weintraub: Offensichtlich, jede Suchmaschine verdient mit diesen Suchen Geld, denn es gibt nicht viel above the fold die meisten Suchen, die wirklich organisch sind. Und Bezahlte wie in Google AdWords, wie PLAs, sehen die etwa für die Leute organisch aus?
Jede Suchmaschine, Plattform, Community, Netzwerk, Website, Social Tool – jede Firma, die herausgefunden hat, wie man mit irgendetwas above the fold Geld machen kann, organisch oder kontextuell (sozial) oder per Suche – am Ende mussten wir dafür bezahlen und heute gibt es kaum noch freie Content-Verbreitung. Also, es gibt sie schon – du kannst Dinge organisch verteilen. Organisch funktioniert gut. Es ist nur wesentlich langsamer, als dann, wenn du es verstärkst.

Andre Alpar: Sicher. Also was denkst du? Wird es in Social Media zu genau so einer Teilung der Disziplinen kommen, wie mit Search Engine Advertisment und Search Engine Optimization? Oder denkst du, weil Werbung so natürlich in Social Media ist, kann eine Separierung der Zwei nicht stattfinden?

Marty Weintraub: Das ist eine sehr gute… das ist sogar eine bessere Frage, als der kluge Ansprechpartner weiß, weil wir für viele Jahre an ein Hybridmodell für Community Manager geglaubt haben, bei dem sie ihre eigene Verstärker laufen lassen. Und bei aimClear, dem Unternehmen, das ich besitze und gestalterisch leite, haben die Community Manager, ein gutes Dutzend, einen sehr starken Public Relations Hintergrund und sind großartige Community Manager und sie können ihre eigenen Page Posts Ads und Promoted Tweets und LinedIn Wall Promotions betreiben. Und plus, wir reden von zielgerichteter Psychographie, um Content natürlich in den Kanälen zu verstärken. Über was sich wirklich lohnt, nachzudenken, und was wir noch nie in der Öffentlichkeit besprochen haben, aber wir machen das jetzt, also ist das das erste Mal, dass wir darüber öffentlich reden, wir haben noch nicht einmal etwas darüber geschrieben: Du kannst Facebook-Daten dazu benutzen, um auf User des Facebook-Netzwerks zu zielen, 1,2 Milliarden Facebook Ads Zielgruppen-Daten. Du kannst Daten von Partnern innerhalb von Facebook benutzen, um auf User des Facebook-Netzwerks zu zielen und so könnte man Facebook-Daten mit Partner-Daten mischen mittels des AND-und des OR-Operators. Zum Beispiel, wenn sie am freien WordPress Widgets Type Pads interessiert sind, ein großes Thema bei Bloggern. Und Partner-Daten, die sagen, dass sie Hausfrauen sind und in Häusern mit einem Wert von $250.000 bis $1 Million leben. Was du da hast sind deine reichen Mami-Blogger!

Andre Alpar: Das hört sich gut an! Und dann kannst du deinen Content direkt an sie ausliefern. In einer natürlichen Umgebung.

Marty Weintraub: Ja! Was wirklich interessant ist, ist, dass du sagen kannst: “OK, ich habe Facebook-Daten, also intra – eine Zielgruppenansprache im Kanal des Netzwerks. Ich habe Partner-Daten, die sind inter – Daten von anderen Leuten. Wenn ich jetzt diese Inter- und Intra-Daten mische, und, was wirklich cool ist, ich diese Partner-Daten nehme und mit meinem Shading Desk, meinem DSP, verbinde, mit dem ich auf jeden im Internet zielen kann und ich versuche den Rest der Zielgruppendaten von z.B. Datalogic und Epsilon von innerhalb von Facebook benutze, dann könnte ich sie benutzen für das Datalogic oder Epsilon Standalone, um Banner Ads nach überall hin zu verteilen. Das ist radikale Zielgruppenansprache. Das ist, wo du auf Leute wegen der Höhe ihrer Hypothek abzielen kannst oder ähnlichen Mist. Verrückte BtoB und BtoC Zielgruppenansprache! Völlig verrückt!

Andre Alpar: Heißt das für dich und deine Firma, dass ihr euch dahin erweitert, dass ihr anderen dabei helft, ihr Werbekampagnen auf eine Zielgruppe auszurichten?

Andre Alpar: Klar.

Marty Weintraub: Jemand betreibt eine Seite, benutzt AdRoll oder ReTargeter oder etwas anderes oder sogar Google Remarketing. Also, eigentlich ist Google Remarketing am nächsten zum Konzept als Standalone Produkt. Aber egal, gegenwärtig kann ich ein Re-Targeting Cookie setzen und ich kann Re-Targeting betreiben, gefiltert mit einer zusätzlichen Ebene aus Psychografie. Das ist es, was du an Re-Marketing in Google Analytics machen kannst.

Andre Alpar: Also als Beispiel, damit wir im Bild sind. Angenommen, ich bin ein großer Händler und ich setzte einen Re-Marketing Pixel bei jedem, er mich besucht. Und ich cross-checke mit Facebook, wer schon…

Marty Weintraub: Man würde nicht Facebook dafür nutzen, weil Facebook diesen Service noch nicht anbietet. Aber irgendwann werden sie das. Man müsste es mit dem eigenen Trading Desk, seiner eigenen DSP machen, aber wenn du das Re-Marketing Cookie selbst setzt und dann eine Kooperation mit Datenservices hast, heißt das, das du nur solche Leute mit dem Re-Marketing erreichst, die eine Affinität – da haben wir wieder das Wort – haben, etwa mit High-End Kreditkarten online einzukaufen oder sie sind kaufwütig für bestimmte…

Andre Alpar: Also könnte ich mein Re-Targeting an die Höhe der Solvenz der Kunden anpassen?

Marty Weintraub: Definitiv finanzielle Überlegungen, Online-Einkauf Überlegungen…

Andre Alpar: Oder einfach durch anderes bieten? Wenn ich weiß, dass sie kein großes Budget haben, dann biete ich wahrscheinlich weniger um Ads anzeigen zu lassen und für andere, von denen ich weiß, dass sie viel mehr Geld haben, werde ich mehr bieten, richtig?

Marty Weintraub: Eine Sache musst du im Kopf behalten: Gefiltertes Re-Targeting, bei dem du Re-Targeting mit Leuten basierend auf psychographischen Filtern betreibst und ein DSP benutzt, dass auf Kaufdaten von Dritten Zugriff hat, wie Daten von Bluekai oder Epsilon oder Forbes oder Expedia oder Newstarts, das geht nur ab einer bestimmten Größenordnung. Denn du filterst Besucher und deswegen, nur als klarstellendes Detail, braucht es eine gewisse Größenordnung. Es gibt 680.000 Leute in Amerika, die sehr identifizierbare Blogger-Interessen haben. In dem Moment, in dem du auf Hausfrauen abzielst, reduzierst du sie auf 800 Leute. Aber das ist okay.

Andre Alpar: Weil das genau die sind, die du willst. Für die du extra Content hast, wahrscheinlich genau auf sie zugeschnitten, richtig?

Marty Weintraub: Es ist wunderbar für die Content Distribution, weil es Micro-Verkäufe bei den richtigen Leuten sind. Aber du musst verstehen, dass du dich in all der Detailliertheit deiner Filter verlieren kannst. Wenn du 180 Leute zu deiner Website schickst und du willst sie filtern nach der Höhe ihrer Hypothek, dann gehen dir die Leute aus, verstehst du, was ich meine?
Du musst immer daran denken, z.B. in Australien leben etwa 30 Million Menschen, richtig? Das heißt, wenn du eine Zielgruppe in Australien suchst, wirst du wahrscheinlich nicht so ausgefallen werden können. Du wirst lieber traditioneller bleiben.

Andre Alpar: Du musst in die Breite gehen?

Marty Weintraub: Du benutzt Alter, Geschlecht, Beziehungsstatus… es gibt einen Short Tail und einen Long Tail und es hängt von der Größe der Bevölkerung und deiner Größenordnung ab. Das ist ein sehr wichtiger Faktor. Die Kunst von Alter und Psychografie ist es zu wissen, wie man nicht in die Tiefe geht.

Andre Alpar: Okay.

Ich möchte wirklich gerne noch über den Blog Post sprechen, den du gestern oder vorgestern abgeschickt hast.

Marty Weintraub: Oje! Wie hieß er?

Andre Alpar: Wir müssen ihn finden.

Marty Weintraub: Lass es uns herausfinden… Können wir eine Pause haben?

Andre Alpar: Ich weiß es, weil ich es bei deinem Kollegen gelesen habe, der mir bei der Programmplanung geholfen hat…

Marty Weintraub: Okay, ich habe ihn… Wie sehr ich diese Handgranate liebe. Wie sehr ich sie liebe! Ich bin ein Glückspilz, weil ich so ein unglaubliches… okay, egal… Ready, Set, Start!

Andre Alpar: Okay, wir wollten über einen tollen Blog Post von Marty sprechen. Er heißt: “Einfach einen SEO Fahrstuhl kaufen & Googles gerühmten Suchalgorithmus sprengen”.

Marty Weintraub: Bumm!

Andre Alpar: So, das ist nicht nur etwas irritierend und etwas erstaunlich. Im Grund waren das, mit dem du herumgespielt hast oder die Beispiele, von denen du in Blog Post berichtest, was jeder lesen kann…

Marty WeintraubMarty Weintraub: Sie sind alle echt! Und es läuft wie verrückt! Es klappt jedes Mal!

Andre Alpar: Also du kaufst native Werbeanzeigen von sozialen Netzwerken und setzt sie auf Plus oder andere soziale Netzwerke.

Marty Weintraub: Grundsätzlich, wenn du dir das Universum der psychographischen Ads, Promoted Tweets, Facebook Ads, LinkedIn Ads, bis zu einem gewissen Grad wahrscheinlich auch Paid Reddits, dann auch Search Ads, anschaust… also, das ist Plattform Werbung, richtig? So, jetzt schaue ich nach potenziellen sozialen Zielen: Plus Posts, Tweets, Facebook Posts, Pins – Pinterest Pins. Weißt du, auf jeder sozialen Seite kannst du fast immer auf die Details-Seite gelangen. Die sieht aus wie eine Landing Page. Und so, kannst du natürlich alles nehmen und es auf eine Facebook Wall packen. Du könntest Google SERPs auf deine Facebook Wall packen und wenn du es auf die Wall deines Unternehmen stellst, kannst du es umverpacken – Du könntest Bilder austauschen im richtigen Format für Facebook Page Posts, du könntest jedes Textfeld ersetzen und du kannst es im Grunde völlig umbauen und anbieten… und Facebook lässt dich alles organisch auf deine Wall setzen, sogar wenn es auf GooglePlus verweist. Aber sie lassen dich keine Page Post Ads zu GooglePlus kaufen, weil sie darin Konkurrenz sehen, denke ich, was interessant ist, da GooglePlus doch von immerhin mindestens 52 Leuten benutzt wird.

Andre Alpar: Sie sehen sich eigentlich nicht als Konkurrenz, aber in diesem Fall machen sie es.

Marty Weintraub: Aber Facebook verliert, weil sie dich keine Ads zum Anderen kaufen lassen.

Andre Alpar: Genau.

Marty Weintraub: Aber mit der Ausnahme von Facebook Ads, die auf GooglePlus verweisen, kann jeder einzelne Kanal, den ich genannt habe, auf jeden anderen dieser Kanäle verweisen. Mit anderen Worten, du eine kannst Google Search Ad für deinen Pin kaufen oder zu deinem Youtube-Video oder zu deinem Facebook Post oder zu Plus.

Andre Alpar: Lass uns ein Beispiel nehmen, an dem wir das ganz direkt erklären können. Ich habe eine tolle Zusammenfassung geschrieben: “13 Dinge, die Du für die Planung eines perfekten Pubcon Las Vegas Besuchs wissen solltest“. Jetzt veröffentliche ich das auf GooglePlus und will meine GooglePlus Authority erhöhen. Dann kaufe ich Search Ads für Leute, die nach PupCon Recaps suchen, wo Leute darüber reden können.

Marty Weintraub: Das wäre super!

Andre Alpar: Aber dann würde ich sie direkt zur Plus Page schicken.

Marty Weintraub: Aber der Trick ist, dass du sehr offen und sehr organisch sein musst, etwa… lass mich einen Test mit dir machen: Wenn du diesen Post tweeten willst und du denkst nicht daran, ihn zu verstärken und du willst die Leute genau zu deinem Blog Post schicken, weil du es getweetet hast, dann schreibst du vielleicht: „Hallo! Smiley – Name-des-Blog-Posts – URL-link“, richtig?

Andre Alpar: Ja.

Marty Weintraub: Es wäre nicht “Versuch mein neues Produkt!”. Du willst es nur teilen.

Andre Alpar: Sicher, sicher, der Blog Post könnte einfach nur informativ sein.

Marty Weintraub: So, was ich machen könnte, anstatt den Blog Post selbst zu pushen, ist, ich könnte die Leute zu einer Detail-Seite mit einem URL-Link schicken und ich könnte das bei Leuten bewerben, die dem PopCon Hashtag folgen…

Andre Alpar: … auf Twitter.

Marty Weintraub: Auf Twitter. Und dann würde ich einen weiteren Post veröffentlichen, der rein social ist. Der nicht einmal groß einen Link hätte. Mit etwas cleverem, was ein Speaker gesagt hat. Diesen Morgen habe ich etwa einen Promoted Tweet herum geschickt, der auf Leute abgezielt hat, die Matt Cutts und Rand Fishken wegen dem SEO Post mit dem PubCon Hashtag folgen, mit einem URL-link zur organischen GooglePlus Seite zur gleichen Zeit, als ich ein Bild von meinen Pancakes im Restaurant verstärkt habe und ein Tweet über mein Frühstück.

Andre Alpar: Warum hast du das Zweite gemacht? Machst du das nur, damit es stärker gemixt aussieht? Damit es nicht so sehr nach einer Einbahnstraße aussieht?

Marty Weintraub: Ich mache das, weil ich denke, dass es mega cool ist, Bilder von meinem Essen mit meinem Fans zu teilen!

Andre Alpar: Okay, aber denkst du, dass wenn die Verstärkung an zwei Orten passiert, dann ist es besser, weil es doch eigentlich etwas von den Pancakes ablenkt, oder nicht? Sie sind nicht wirklich on topic.

Marty Weintraub: Also, erst einmal hat es eine Unterhaltung über Pancakes ausgelöst, zweitens wollte ich es für 20 Minuten laufen lassen. Wenn du es den ganzen Tag laufen lässt, siehst du wie ein Idiot aus, aber wenn du das 20 Minuten vor der Keynote vom Frühstück laufen lässt, dann teilst du deine Pancakes mit deinen Freunden.

Andre Alpar: Und dann hast du eine Menge Aufmerksamkeit für deinen nächsten Post.

Marty Weintraub: Oh vielleicht, das weiß ich nicht. Aber weißt du, was der KPI ist? Pancakes! Wie viel Spaß!

Andre Alpar: Wie viele Kommentare!

Marty Weintraub: Spaß! Nur Spaß! Wenn dein Mist nicht für sich selbst stehen kann, dann… Weißt du, was der KPI für den verstärkten Post über Plus ist? Selbst, wenn sie die guten Sachen, die durch den Verweis auf Plus passieren, abbekommen und den Traffic. Der KPI ist verdammt nochmal Pancakes! Es ist ein Spaß. Tolle Inhalte sind Zeug, das wir machen, weil wir es wollen. Weil wir dafür brennen etwas, dass für uns wichtig ist, mit den Leuten, die wir lieben, zu teilen.

Andre Alpar: Also, was hattest du zu deinen Pancakes, da wir jetzt davon sprechen? Was hattest du zu deinen Pancakes, klassischen Sirup oder Eiscreme oder…

Marty Weintraub: Schlechten falschen Sirup. Tolle Butter. Wirklich hartes Rührei, weil ich kein rohes Ei mag. Und ein rohes Medium Porterhouse-Steak.

Andre Alpar: Wow. Das ist mal ein Frühstück!

Marty Weintraub: Es war ein schlechtes Steak…

Andre Alpar: Das ist eigentlich nicht teilenswert. Es gibt viel besseres Essen.

Marty Weintraub: Nein, nein, das Teilen hat das Frühstück essenswert gemacht!

Andre Alpar: Du hast es gegessen, damit du es teilen konntest!

Marty Weintraub: Ich nehme mir immer eine Minute, um mein Essen zu tweeten, bevor ich esse, weil ich in der Minute, die es braucht, hungriger werde und es sich immer auszahlt.

Andre Alpar: Also, ich mache das nicht immer. Nur wenn es wirklich gutes Essen ist und ich wirklich überzeugt bin.

Marty Weintraub: Ich auch, aber ich esse immer gute Essen!

Andre Alpar: Ha ha, aber nicht heute Morgen!

Marty Weintraub: Ich hatte aber zumindest buntes Essen!

Andre Alpar: Ok, das ist wahr.

Marty Weintraub: „Gut“ bedeutet nicht, wie gut es schmeckt.

Andre Alpar: Ok, lass uns über die Verstärker-Idee reden, weil ich die Idee wirklich, wirklich mag. Machst du das auch für deine Kunden oder bringst du Ihnen bei, wie sie ihr Zeug selbst managen können?

Marty Weintraub: Noch eine gute Frage. Also, es hat viele Jahre gebraucht, um herauszufinden, wie das geht.

Andre Alpar: Ist es ein standardisierter Prozess?

Marty Weintraub: Was wir machen, ist die Verstärkung von Themenplänen, bei denen wir Sachen vorzeitig markieren, um sie bei einem vorausgewählten Publikum promoten zu können mit Teams, die es vorzeitig zusammenpacken, etwa um herauszufinden, was auf der Facebook Wall stehen wird, was die Tweets sagen werden und wir sehen zu, dass alles organisch in dem Kanal funktioniert und es inter und intra verstärkt wird.

Andre Alpar: Wie viele Leute arbeiten bei aimClear?

Marty Weintraub: 26.

Andre Alpar: Wie lange brauchst du, bis du das jemandem beigebracht hast, damit sie es selbstständig managen können, ohne, dass du ihnen immer mal wieder über die Schulter schauen musst, um ihnen zu sagen: „So geht das nicht.”

Marty Weintraub: Bei der Geschwindigkeit mit der sich die Plattformen verändern, ist es selbst für uns bei aimClear schwer, alle im Team immer auf dem neusten Stand zu haben. Und es gibt einige Flaschenhälse auf dem Weg. Ich würde sagen, dass die Leute, die die Kampagnen für uns managen, so vier oder fünf von ihnen, haben fünf bis acht Jahre Erfahrung und zwei bis drei Jahre direkt mit uns. Und die Leute, die Spezialisten in den Teams sind, die einen Teil davon machen, sie können nicht-kreative Arbeit nach drei bis sechs Monaten und kreative Arbeit nach einem Jahr beisteuern. Es ist hart. Ich habe dazu ein Buch geschrieben, ein O’Reilly Buch… also, ich weiß den Titel nicht mehr, aber es ist gut, es geht um Community Management.

Andre Alpar: Wir finden das heraus.

Marty Weintraub: Ich weiß den Namen meines ersten Buchs, den Titel vom Zweiten hat der Verlag gemacht…
aber wenn du einfach auf Amazon suchst oder nach „ Marty Weintraub“ auf Amazon, da gibt es ein Community Management Buch über die Feinheiten von – wir nennen es Ed Cal – Themenplänen-Verstärkung. Jeder in der Branche spricht gerade über Themenpläne und Content. Und weißt du was? Das ist derselbe Mist, den wir mit der PR seit 30 Jahren machen. Und aimClear macht das mit technischer Verstärkung durch vordefinierte psychographische Filtern als Servicelesitung seit jetzt drei Jahren.

Andre Alpar: In Ordnung. Klappt das auch in anderen Ländern? Denn, wie du schon gesagt hast, wenn die Nutzerbasis nicht groß genug ist, dann klappt es nicht.

Marty Weintraub: Ja, mit allen anderen Vorbehalten, die bei allen multilingualen multinationalen Lokalisierungen zum Tragen kommen. Weißt du, denk an englisch. Michael Jackson war schlecht! Und was ist schon ‚Blow me away‘? Ich meine, es gibt das Sprichwort „Wenn du in einem Fahrstuhl in Amerika bist, dann ziehst du nicht deine Hose aus“. Also, es gibt Konventionen, die wichtig sind für unsere Gesellschaft und einige von ihnen… das ist jetzt nichts Besonderes an Amerika, aber du verstehst, was ich meine. Es läuft genauso in anderen Ländern in den denselben Kanälen – Facebook, Twitter, LinkedIn, YouTube – und es geht genauso auf einheimischen Websites.

Der Punkt ist, dass man dieselben Vorbehalte gegenüber der Landessprache bei einer Übersetzung und dem Verstehen von Gepflogenheiten hat. Wenn eine großartige, ältere Geschäftsfrau mir ihre Visitenkarte gibt, dann nehme ich sie und schau sie mir an, so etwa, denn so zollt man ihr Respekt als Geschäftsfrau nach den Gepflogenheiten und Konventionen ihres Landes. Macht man das in einem fremden Land am Schnittpunkt zwischen der Lokalisation von Pheromonen, Fanatismus, Landessprache und Gepflogenheiten. Und das machen wir. Wir arbeiten mit Andy Adkins Krüger und WebCertain in New York zusammen, ein paar Stunden Flug von London, in etwa 30 Sprachen und glaub mir, jeder in der Welt wird das machen, denn wenn du es nicht machst, wird keiner deinen Mist sehen. Ganz egal, wie viel Content du verteilst, keiner sieht es.

Und zu social: Dann hast du deine 10.000 Leute, die dir folgen, deine 100.000. Die Leute, die das durch den EdgeRank sehen, die die Richtigen sind, um es zu sehen, bei denen betest du zu Leuten, die dich schon kennen und das ist zwar sehr wertvoll. Aber das organische Teilen bringt nicht viel ein und das Problem mit dem Modell ist, dass dabei nichts neue Leute ins System einbringt. Wenn du Content mit Psychographie verstärkst, ist es ein stetiger Fluss von Marketing zu den Leuten, die dich bereits kennen und der Schaffung neuer Leute, die dich noch nicht kennen und Leuten, die du zurück zu deinem Content bringst. Die KPIs sind psychografischer Traffic für deine Site, der genau so gut funktioniert, wie organische Content Conversion, ein Attributionsmodell, mit der Zeit Channel Engagement, wenn sie dort rumhängen, dir folgen, teilen, liken etc. etc., intentionale Verteilung zu PR, Psychographie zu natürlichem Linkbau…

Andre Alpar: Das wäre großartig.

Marty Weintraub: Genau so läuft das! Es stellt sicher, dass du soziale Signale bekommst, Links, Traffic, Engagement und du bekommst Conversions. Was habe ich vergessen?

Andre Alpar: Nichts. Es ist alles gut.

Marty Weintraub: Das ist das Geheimnis!

Andre Alpar: Und oben drauf baust du ein Brand auf. Noch zusätzlich.

Marty Weintraub: Ja. Wenn Leute sagen: „Oh, ich will mein Unternehmen branden, wie beweise ich das?“, sage ich: „Also, ich habe es dir gerade beschrieben. Die Beweise sind schon da.“ Was ist meine Lieblingsmarke? Es ist ein Verkauf! Ich kann beweisen, dass ich eine Marke habe, weil ich dir etwas verkaufe. Ich kann beweisen, dass ich eine Marke aufbaue, wenn du mir folgst.

Andre Alpar: Oder wenn du einfach nur Traffic bekommst.

Marty Weintraub: Diese fünf Knotenpunkte, die ich genannt habe, kümmern sich um SEO, Social, Traffic, Branding. Also, was fehlt noch?

Andre Alpar: Nichts. Es ist alles gut.

Marty Weintraub: Das ist das Geheimnis!

Andre Alpar: Und oben drauf baust du ein Brand auf. Noch zusätzlich.

Marty Weintraub: Ja. Wenn Leute sagen: „Oh, ich will mein Unternehmen branden, wie beweise ich das?“, sage ich: „Also, ich habe es dir gerade beschrieben. Die Beweise sind schon da.“ Was ist meine Lieblingsmarke? Es ist ein Verkauf! Ich kann beweisen, dass ich eine Marke habe, weil ich dir etwas verkaufe. Ich kann beweisen, dass ich eine Marke aufbaue, wenn du mir folgst.

Andre Alpar: Oder wenn du einfach nur Traffic bekommst.

Marty Weintraub: Diese fünf Knotenpunkte, die ich genannt habe, kümmern sich um SEO, Social, Traffic, Branding. Also, was fehlt noch?

Andre Alpar: Es ist alles gut. Wir haben alles zusammen!

Ich glaube, das ist ein guter Moment, um aufzuhören. Also, Marty, vielen Dank für das Interview!

Marty Weintraub: Das gefällt mir. Es hat sehr viel Spaß gemacht!

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Bisher in dieser Interview-Reihe erschienen:

  1. Simon Heseltine (AOL)
  2. Chris Boggs (SEMPO)
  3. Adam Audette (RKG)
  4. Matt Bailey (SiteLogic)
  5. Bas van den Beld (State of Search)
  6. Jim Boykin (Internet Marketing Ninjas)
  7. Bill Hunt (Back Azimuth Consulting)
  8. Eric Enge (Stone Temple Consulting)
  9. John Shehata (ABC News)
  10. Ekaterina Walter (Branderati)
  11. Ade Oshineye (Google)
  12. Jeff Allen (Hanapin Marketing)

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