In der aktuellen Ausgabe des E-Commerce Magazins erläutere ich die Bedeutung von Content Marketing und gebe einen Einblick in das Zusammenspiel beziehungsweise die Synergieeffekte zwischen Content Marketing und SEO.

Nachfolgend möchte ich euch eine kurze Zusammenfassung des Artikels präsentieren.

Das Zusammenspiel von Content Marketing und SEO

Content Marketing ist ganz am Anfang des klassischen Sales-Funnels einzuordnen und erstreckt sich bis in die Desire-Phase. Den Gegensatz dazu bildet SEO. Hier wird erst in der Interest-Phase in den Sales-Funnel eingegriffen, was im Optimalfall in einer Action mündet – sei es eine Bestellung, eine Anmeldung zum Newsletter oder eine andere Form der Conversion. Trotzdem sind beide Felder eng miteinander verknüpft und überschneiden sich ab und an sogar. Content Marketing ist gerade in der Attention-Phase eine Branding-Maßnahme und soll potenzielle Kunden durch hochwertige Inhalte mit Mehrwert ansprechen. Die SEO-Komponente wiederum stellt sicher, dass die erstellten Inhalte so aufbereitet sind, dass sie durch die Suchmaschine gefunden und dem User ausgespielt werden.

Der Einfluss von Content Marketing auf Content und Offpage-SEO

Im projektorientierten Bereich beeinflusst Content Marketing sehr stark die ganzheitliche Strategie – dabei ist es wichtig, die Frage zu klären, welche Inhalte geschaffen werden müssen, um den User anzusprechen und relevante Rankings zu erzielen. Die Inhalte sollten so umgesetzt werden, dass sie einfach von den Suchmaschinen gefunden sowie indexiert und dem User wieder ausgespielt werden können. Weiterhin erhöhen auf den User zugeschnittene Inhalte mit Mehrwert die Chance, von relevanten Domains aufgegriffen und verlinkt zu werden. Besonders informationale Inhalte fangen den User früh im Kaufprozess ab und können als Branding-Maßnahme dienen. Im prozessorientierten Bereich wird anschließend entschieden, welche Inhalte für potenzielle externe Verlinkungsquellen interessant sein könnten.

Die drei unterschiedlichen Content-Typen im digitalen Marketing-Orchester

Es gibt drei grundlegende Arten von Content im Bereich Content Marketing:

  • Transactional Content:

Produktnaher und umsatzorientierter Content, der direkt oder indirekt ein Kaufinteresse wecken soll, wird als Transactional Content bezeichnet. Unter anderem kann er weiterführende Informationen zu Produkten oder Produktkategorien eines Onlineshops beinhalten oder dem User interessante Details und Hintergründe liefern. In der Regel ist diese Art von Content auf den jeweiligen Produkt- oder Kategorie-Seiten eines Onlineshops zu finden. Gerade auf Produkt- und Kategorie-Ebene sind gute Inhalte wichtig, um Rankings für relevante Suchbegriffe zu erzielen.

  • Branding Content (Informational Content):

Branding oder Informational Content ist häufig im Blog-, Magazin- oder Ratgeberbereich von Onlineshops zu finden. Branding Content bietet aufgrund seines informationalen Charakters einen Mehrwert für den Leser. Somit bildet er eine gute Basis für Landing Pages im SEA und SEO. Jedoch ist Branding Content im Gegensatz zu Transactional Content weiter entfernt von der eigentlichen Conversion und dem Umsatz eines Onlineshops.

Man kann innerhalb von Branding Content zwischen Evergreen Content und Seasonal Content unterscheiden, wobei Evergreen Content einen zeitlosen Charakter besitzt und in Form von Lexika, Wikis, Geschichten, Mythen oder Ratgeberartikeln ohne zeitlichen Bezug umgesetzt werden kann. Seasonal Content weist dagegen einen saisonalen oder epochalen Bezug auf. Deshalb gehören zum Beispiel wiederkehrende Themen wie Ostern, Weihnachten und andere Festtage in den Bereich von Seasonal Content.

  • Social Content:

Unter Social Content fallen Inhalte, die eine starke Social Power erreichen. Ein weiterer Begriff dafür lautet „Crowd Content“, da er in den sozialen Medien oft geteilt wird.

Seeding als Erfolgsfaktor einer Content-Marketing-Kampagne

Neben gutem Content ist ein geeignetes Seeding wichtig für eine erfolgreiche Content-Marketing-Kampagne. Beim Seeding geht es um das gezielte und zielgruppenorientierte Platzieren und Verbreiten von Inhalten.

Das Seeding erfolgt entweder über Bezahlanzeigen in sozialen Medien wie Facebook oder LinkedIn, in der Suchmaschinenwerbung via Google AdWords oder auch über Advertorials in Werbeportalen mit hoher Reichweite.

Das eigentlich relevante Seeding für SEO und Content Marketing sollte unentgeltlich erfolgen. Dafür sollte man unter anderem den firmeneigenen Newsletter nutzen, die sozialen Medien und den Unternehmensblog. Eine weitere kostenfreie Alternative sind Communitys wie offene Internetforen oder soziale Netzwerke.

Generell sollte man bei einer Content-Marketing-Kampagne großen Wert darauf legen, dass das Budget sinnvoll verteilt eingesetzt wird: Vermarktung und Seeding von hochwertigem Content sind dabei mindestens genauso wichtig wie dessen Erstellung.

Eine gute Kampagne zeichnet sich dadurch aus, dass sie genau auf die Zielgruppe zugeschnitten ist und im Optimalfall von dieser auch verbreitet wird. Daher sollten Unternehmen für Content-Marketing-Kampagnen auf ihre internen Daten zurückzugreifen: Mit deren Hilfe lassen sich oft einzigartige und sehr aussagekräftige Inhalte gestalten.


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