SearchMarketingDay

Vom 22-23.05.2012 fand in Posen zum zweiten Mal der SearchMarketingDay 2012 statt. Die international ausgelegte Konferenz für SEO, SEA und Affiliate Marketing konnte mit insgesamt 17 internationalen Experten rund um das Thema Online Marketing überzeugen. So konnte auch Andre mit zwei Vorträgen zum Wissensaustausch zwischen internationalen und polnischen SEOs beitragen.

SearchMarketingDayUnter den Referenten war unter anderem Dixon Jones von MajesticSEO, welcher in seinem Vortrag verdeutlicht hatte, wie man schlechte und minderwertige Links mit Hilfe des MajesticSEO Site Explorer aufdecken kann und wie man Anchor Texte seines Backlinksprofils analysieren kann, um eventuelle Gründe für eine Abstrafung durch das Pinguin Update besser nachzuvollziehen. Des Weiteren stellte Dixon die seit einigen Tagen eingeführte neue MajesticSEO Flow Metriken „Trust flow“ und „Citation flow“ vor. Laut Dixons Meinung ist der seit Jahren eingeführte ACRank nicht mehr aussagekräftig genug, um Links und Domains gut zu bewerten.

Andre zeigte in seiner Präsentation „Panda, Penguin and other scary Animals“ die Hintergründe, Auswirkungen und Ziele der in den letzten Monaten durchgeführten Algorithmus Updates auf und vermittelte seine Gedanken und Erfahrungen zu dem Panda und Pinguin Update. So ist Andre der Ansicht, dass Google immer mehr seine eigenen Verticals stärken will und direkte Wettbewerber wie Preissuchmaschinen sukzessiv aus den Suchergebnissen verdrängen möchte. Durch die starke Verbreitung von Google Produkten wie Google Chrome, Google Analytics und Google Toolbar kann Google immer effektiver und genauer das Such- und Klickverhalten der User analysieren.

Andre Vortrag SearchMarketingDay

Durch diese gewonnen Metriken wie Verweildauer, Anzahl besuchter Seiten und die CTR in den Suchergebnissen ist Google in der Lage, gute Seiten von schlechten Seiten zu unterscheiden und gegebenfalls schlechter einzustufen. Aus diesem Grund ist es für Seitenbetreiber immer wichtiger, dem Suchenden echten Mehrwert zu bieten um die Verweildauer und Anzahl besuchter Seiten zu steigern.

Den Abschluss der Vorträge leitete Mikkel deMib Svendsen mit seinem Vortag „Balancing all the SEO tips.“ ein. Mikkel ging auf einige essentielle SEO Faktoren ein und unterteilte diese in „must“ und „nice to have“ und die Frage: Welche Maßnahmen bringen eine Seite wirklich weiter? Er betonte, dass zwischen allen getroffenen SEO Maßnahmen eine Kosten-Nutzen-Relation aufgestellt werden sollte und die beste Wahl mittels einer Nutzwertanalyse ermittelt werden kann. Als die wichtigsten Maßnahmen sah Mikkel eine korrekte Indexierung der Seite und die Behebung von Indexierungsbarrieren und die Problematik von Duplicate Content, welcher sich durch verschiedene Gründe wie Parameter in URLs und verschiedene Versionen einer Seite für die normale Ansicht und eine Druckansicht ergeben. Hier verwies Mikkel auf die Nutzung des Canonical Tags.

Zum Abschluss der Vorträge wurde eine Q&A Session mit allen Referenten und dem Google Spam Fighter Kasper Szymanski geführt. In der Gesprächsrunde wurde deutlich, Google Spam Fighter Kasper Szymanskidass das Pinguin Update den polnischen Markt noch stärker getroffen hat, als es in Deutschland der Fall ist. Hier musste Google mit manuellen Filtern einiges anpassen und nachjustieren. Einen weiteren Kritikpunkt an das Pinguin Update sahen die Besucher im „Negativ SEO“, welches durch das Update noch leichter geworden ist. Als Handlungsempfehlung für betroffene Seiten nannte Kasper Szymanski den Spamreport, mit dem man böswillig aufgebaute Links an Google reporten kann. Ein Problem von „Negativ SEO“ ist, dass man den Schuldigen meistens nicht ermitteln kann. Sicherlich wird Google mit weiteren Updates nachbessern müssen, um den neu geschaffenen Markt wieder einzudämmen. Einen wichtigen Punkt, den Kasper ansprach, war, dass der Google Algorithmus für User ist und nicht für SEOs – somit wird es immer Seiten geben, welche sich nicht an die Google Guide Lines halten und durch Updates in ihre Schranken gewiesen werden.

Search Marketing Day VortragEine weitere zentrale Frage der Q&A Session war, wie man Linkbuilding in Zukunft gestalten soll: Was funktioniert, was sollte man unterlassen? So waren sich alle Referenten des SearchMarketingDay einig, dass Linkbuilding immer schwieriger und teurer wird und für ein gutes Suchmaschinenranking qualitativ hochwertige Links von hochwertigen Projekten benötigt werden und die Wahl der passender Anchor Texte immer mehr ein zentraler Punkt einer Linkbuildingstrategie wird.

Der zweite Tag der Konferenz war ein Workshop, der von Ralph Tegtmeier und Joe Cygnus gehalten wurde. Der Workshop hatte „Negativ SEO“ und weitere Blackhat-Methoden, die genauer analysiert wurden, zum Thema.

Fazit: In Zukunft wird gutes Linkbuilding und die daraus resultierenden guten Rankings immer schwieriger und kostenintensiver. Will man sich komplett im „weißen Bereich“ bewegen, sollte man den Zielmarkt genau analysieren und eine geeignete Linkbuildingstrategie aufbauen. Jedes Zielland funktioniert anders und man sollte für das jeweilige Land ausgelegtes Linkbuilding betreiben. Auch der polnische SEO-Markt wird noch einige Veränderungen erfahren, denn in Polen wird noch viel mit automatischen System, welche Links aufbauen, gearbeitet. Solche Methoden sind einfach nicht mehr zeitgemäß und so besinnen sich immer mehr polnische SEOs auf Qualität und nicht mehr auf Masse.

© Image via Flickr – chris grabert „Posen Dominsel“ Bestimmte Rechte vorbehalten. Quelle: Flickr.com

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Kommentare (1)

  1. Pingback: AKM3 auf dem SearchMarketingDay 2013 in Posen

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