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Vom 12. bis 13. März hatte die SEO Campixx wieder ins Tagungshotel am Müggelsee eingeladen, und wir waren froh, zwei der begehrten Tickets bekommen zu haben. Dort hörte man nur Gutes über die verschiedenen Thementage, die schon unter der Woche stattgefunden hatten.
Die Keynote machte sofort deutlich, dass man sich hier auf einer „Unkonferenz“ befand. Sie stand unter dem Motto „Vernetzung“, und so waren binnen weniger Minuten alle Teilnehmer durch Wollfäden miteinander verstrickt, was ein interessantes Bild abgab.
Und Gestalten, die geradewegs dem Film Tron Legacy entsprungen zu sein scheinen, begegnet man auch nicht auf jeder Keynote:

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Im Folgenden haben wir einige spannende Vorträge und Workshops zusammengefasst, an denen wir teilgenommen haben:

App-Indexierung: Chancen, Umsetzung & Marktsituation

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Jean-Luc Winkler von der OTTO Group hat Chancen und Vorteile von App-Indexierung und Deep Linking vorgestellt, die sowohl Unternehmen als auch Nutzer betreffen. Nach einer kurzen theoretischen Einführung in den Themenbereich hat Jean-Luc die verschiedenen Möglichkeiten detailliert erläutert. Bereits im Vorfeld hatte er eine Analyse durchgeführt, um die Entwicklung und die aktuelle Marktsituation in Deutschland aufzuzeigen. Die Ergebnisse seiner Studie und Jean-Lucs spannende Slides stehen hier zur Verfügung.

Content-Kannibalisierung – Interne Relevanzprobleme

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Sören Bendig von SEOlytics mahnte Online Marketer in seinem Vortrag dazu, genauer hinzuschauen, wenn es um Mehrfach-Rankings in den SERPs geht. Mit einfachen Analysen kann man herausfinden, welche Seiten sich in den Rankings abwechseln und ob es zum Beispiel durch Uneindeutigkeit der Inhalte zu einem Doppel-Ranking kommt. Hierbei sollten jedoch nur Positionen zwischen 1 und 20 betrachtet werden, da ab der dritten Ergebnisseite größere Schwankungen typisch sind. Verleiht man bei Doppel-Rankings einer der Seiten eine höhere Autorität und signalisiert Google somit deutlich, welche den höheren Stellenwert besitzt, kann dies eine Verbesserung des Rankings um eine bis zu drei Positionen bedeuten. Man sollte sich vorher aber genau überlegen, über welche Landing Page ein Nutzer in die Seite einsteigen soll.
Wer jedoch ein Doppel- bzw. Mehrfach-Ranking anstrebt, also die SERPs dominieren will, sollte die Snippets entsprechend anpassen. Dabei sollte man aber sehr genau auf die mögliche Suchintention des Nutzers achten.

Google Analytics ans Limit bringen

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Weil Google Analytics typischerweise Standardwerte liefert, die außerdem oft ungenau sind, haben Michael Rätzsch und sein Team von conversearch die Sache selbst in die Hand genommen: Unter Zuhilfenahme des Google TagManagers und eigener JavaScripts haben sie weitere Tracking Events entwickelt, die Spamhosts und eigene Zugriffe vom Tracking ausschließen und die Scroll-Tiefe des Nutzers auf einer Seite ermitteln und clustern. Außerdem haben sie eine sehr präzise Zeitmessung implementiert, die beispielsweise auch das wiederholte Wechseln zwischen Tabs aufsummieren kann.
Wessen Programmierkenntnisse das übersteigt, der kann sich mit dem Google Analytics Tracking Code Generator auf conversearch.de sein Tracking selbst erstellen lassen.

YouTube-SEO: Unterschiede, Tipps und Tricks aus der Praxis

Matthias Proske von ValueTec zeigte in seiner Präsentation entscheidende Unterschiede zwischen klassischem SEO und den Optimierungsmöglichkeiten bei YouTube auf. So sind Titel und Thumbnail auf der Videoplattform mindestens ebenso wichtig wie Title und Meta Description im klassischen SEO. Weitere wichtige Faktoren für den Erfolg eines Channels sind regelmäßige Uploads und Aktualität der Videos, vor allem aber die „Watchtime“ und die Nutzerinteraktionen.

45 Minuten, die deine Sicht auf Paginierung grundlegend verändern werden

Svenja Hintz von der Audisto GmbH stellte in ihrem Vortrag die Ergebnisse einer eigenen Studie vor. In ihrem Test wurden für 100 Seiten mit jeweils 20 Items verschiedene Paginierungskonzepte erstellt. Zum einen wurde untersucht, wie viele Ebenen dabei entstehen, und zum anderen, wie sich der PageRank und der CheiRank auf diesen Seiten verteilen. Die Frage nach der „besten“ Paginierung bleibt leider weiterhin offen, da sie von den Bedürfnissen der jeweiligen Seite abhängt.

Von der Graphentheorie zur internen Verlinkungsoptimierung

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Sebastian Erlhofers (mindshape) Vortrag zum Thema „Interne Verlinkung“ war sehr wissenschaftlich bzw. mathematisch geprägt – perfekt, um nach der Mittagspause wieder wach zu werden. So stellte er unter anderem die Graphentheorie vor und zeigte, wie man mit ihr die optimale interne Verlinkungsstrategie definieren kann. Dazu zeigte er uns das Tool Gephi, das Linknetzwerke identifiziert. Gephi ist zwar nützlich, stößt bei einer größeren Menge von Knoten und Kanten leider schnell an seine Grenzen. Eine grafische Aufbereitung der Daten ist in diesem Fall nicht möglich, und man ist gezwungen, eine Auswertung über Tabellen vorzunehmen. Für eine Analyse der internen Verlinkung von Websites, die nicht mehrere tausend Unterseiten aufweisen, ist Gephi aber durchaus empfehlenswert.

Unser Fazit

Die SEO Campixx 2016 war mal wieder eine durch und durch gelungene Veranstaltung, und wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Jahr. Wir haben spannende und vor allem abwechslungsreiche Vorträge gehört, nette und interessante Gespräche mit alten Bekannten geführt, tolle neue Bekanntschaften gemacht, Ideen und Inspiration gesammelt und natürlich gut gegessen und getrunken 🙂
Vielen Dank für die klasse Organisation!

Weitere Recaps gibt es hier:
https://www.youtube.com/watch?v=z2dssLkrxOo (Video)
https://www.tobias-schwarz.com/posts/5/
https://www.sblum.de/seocampixx
https://wngmn.de/blog/recap-der-8-seo-campixx-2016-in-berlin/
http://www.clicks.de/blog/seo-campixx-week-recap-2016
http://www.seo-profi-berlin.de/seo/blog/seo-campixx-2016.php
http://seo-portal.de/capixx-week-recap/

Weitere Bilder:

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Kommentare (2)

  1. Pingback: Campixx Week & SEO Campixx 2016 - Recap der 7 Tage
  2. Pingback: Campixx Recap - Campixx Week im März 2016 | JAKOTA Blog

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