Acht SEO Consultant Probleme

Website Boosting 9/10-2013Genau wie Berater in anderen Tätigkeitsfeldern werden auch SEO-Consultants immer wieder mit ähnlichen Fragen und teils utopischen Ansprüchen ihrer Kunden konfrontiert, die oft der fehlenden Erfahrung mit SEO-Maßnahmen geschuldet sind. Andre und Magdalena stellen in der aktuellen Ausgabe (09-10.2013) der Website Boosting acht typische Situationen vor, mit denen sich SEO Consultants in ihrem Arbeitsalltag immer wieder auseinander setzen müssen. Dies geschieht jedoch immer unter der Prämisse einer guten, vertrauensvollen Beziehung zu ihren Kunden.

Laut unserer Auffassung besteht die Hauptaufgabe nämlich darin,

„den Kunden tiefer in das Thema SEO einzuführen, bei Entscheidungen zu unterstützen und ggf. von nicht zielführenden Maßnahmen abzuraten.“

Dass dieses Unterfangen nicht immer leicht ist, wird in folgenden acht Punkten erklärt.

Folgende Widerstände erschweren die Mission:

„1. Content ist doch nur relevant für Suchmaschinen…“:
Einige Kunden befürchten, die User durch lange Texte vom eigentlichen Grund ihres Besuchs (z.B. Konsum) abzulenken. Sie übersehen dabei, dass diese wahrscheinlich immer wieder gerne zu einer Webseite mit gehaltvollen, spannenden Artikeln zurückkehren.

2. Performancebasierte Vergütung:
Einige Ranking-Faktoren können von SEO-Consultants nicht direkt beeinflusst werden und das macht zusammen mit der eher langfristig spürbaren Wirkung von SEO-Maßnahmen eine Zahlung nach Leistung fast unmöglich.

3. „Wieso haben sich meine Sales noch nicht verbessert?“:
SEO dient ausschließlich der Erhöhung des Traffic der Kundenwebsite, was zwar mit einer Erhöhung der Verkaufsrate einhergehen kann, aber auf gar keinen Fall soll oder sogar muss.

4. „Ich mache Ihnen ein Angebot, das Sie nicht ablehnen können“:
Wie überall hat auch im SEO-Consulting Qualität ihren Preis und realistische Prognosen sind bessser als Schaumschlägerei. Mehr bleibt zum Vergleich mit günstigeren SEO-Angeboten nicht zu sagen.

5. „Unsere Konkurrenz geht hier anders vor…“:
Es ist für Kunden immer wesentlich wichtiger, eine eigene, authentische Website aufzubauen, als sich ausschließlich an der Konkurrenz zu orientieren.

6. SEO-Beratung erst nach dem Launch der Webseite:
Die Beratung lohnt sich schon vor der Programmierung der neuen Seite, denn so können die Optimierungsstrategien von Anfang an in die Entwicklung mit einfließen und aufwendige Nachbesserungen verhindert werden.

7. SEO für innovative Produktideen:
SEO lohnt sich erst ab einem gewissen Bekanntheitsgrad des Produkts, denn „User werden im Netz nicht nach Angeboten oder Dienstleistungen suchen, von deren Existenz sie noch nicht wissen“.

8. Zeitlich begrenzte Linkmarketing-Maßnahmen:
Kein Top-Ranking ist in Stein gemeißelt. Die Maßnahmen sollten deshalb nicht sofort enden sobald die Zielvorgabe des Kunden erreicht ist. Sinnvoller ist eine langfristige Überwachung, so dass gegebenenfalls schnell nachgebessert und das gute Ranking wieder hergestellt werden kann.

Mit der Absicht, dass sich einige Leser schmunzelnd wiedererkennen, hoffen wir mit dem Beitrag „die Einsicht und das gegenseitige Verständnis“ zu fördern und damit „die Zusammenarbeit effizienter und effektiver zu machen“ .

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Bildrechte: © Sergey Nivens – Fotolia.com


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Kommentare (7)

  1. 7. SEO für innovative Produktideen:
    Ist nur bedingt richtig, würde ich sagen. Hier ist es wichtig, z.B. eher auf die Leistungen des Produktes zu optimieren oder auf andere Produkte, die ggf. eine ähnliche Funktionalität aufweisen (Innovationen beinhalten ja IMMER auch etwas schon bekanntes, sonst würden diese nicht funktionieren). Natürlich bedarf es dort einer breiteren Recherche um Bezüge zu bekannten und relevanten Themen zu finden. Ich denke gerade bei solchen Produkten ist es ungemein wichtig, alle Funktionen/ Lösungsversprechen des Produktes zu explorieren, was wahrscheinlich am Besten mit Interviews von Nutzern möglich ist, welche sehr offen gestaltet sind. Auf dieser Basis lassen sich dann mit Sicherheit relevante Keywords/ Partnerseiten ermitteln. =)

  2. Sehr geile Liste. Wobei ich Frage drei doch eigentlich als einen wichtigen Aspekt für die Keyword-Analyse sehe. Warum auf Keys optimieren, die Sales (zumindest potentiell) nicht pushen?

  3. @dot_SB: Absolut, natürlich sollte auf Keywords optimiert werden, die zu Conversions führen. Es kann allerdings immer auf der Website des Kunden Barrieren geben, welche die Conversion-Rate senken, die aber außerhalb des Einflussbereichs des SEO-Consultants liegen.

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  7. Sehr interessante Ansätze. Ich habe allerdings auch noch ein paar Sätze die nicht nur SEO Consultants in den Wahnsinn treiben: „Ich habe keine Zeit für so etwas“ und „Ich kenn mich mit dem Internet nicht aus“. Das habe ich neulich wieder gehört. Wenn man dann noch mit Suchmaschinenoptimierung anfängt, wird es sehr schwierig.

    Ich merke im Moment selber, dass SEO gar nicht so einfach ist wie es klingt. Das ist echt harte Arbeit und kann einen Tag schon mal ausfüllen. Da braucht man noch mehr Überzeugungskraft bei dem Kunden.

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