Let the battle begin. Nachdem nach Instagram nun auch WhatsApp und Facebook die Story-Funktion einführen, ist klar: Das größte soziale Netzwerk der Welt sagt Snapchat den Kampf an. Die App mit dem kleinen Geist, die seit 2013 vor allem auf den Smartphones von Jugendlichen zu Hause ist, wurde nämlich genau durch diese Funktion berühmt. Die Idee dahinter ist so simpel wie genial: Man teilt kleine Videosequenzen und Fotos mit Freunden und erzählt damit eine Geschichte. Der Clou des Ganzen besteht darin, dass die Story nach Veröffentlichung nur 24 Stunden sichtbar ist. Mittlerweile können die Nutzer aber auch alte Videos und Fotos neu bearbeiten und zu einem späteren Zeitpunkt erneut teilen. Doch nicht nur für Privatpersonen sind diese Story-Funktionen interessant: Auch Unternehmen können sie zu Marketingzwecken nutzen. Zu diesem Thema habe ich einen Gastbeitrag für den Projekter Blog geschrieben. Im Folgenden habe ich die wichtigsten Informationen für euch zusammengefasst. Viel Spaß beim Lesen! 🙂

Same, same but different – die Plattformen im Vergleich

Instagram bietet die Funktion bereits seit 2016, nun zieht Facebook.Inc nach: Mit dem „WhatsApp Status“ und den „Facebook Stories“ wird die Story-Funktion abermals kopiert. Zwar ist Snapchat aktuell das am schnellsten wachsende soziale Netzwerk, „Instagram Stories“ ist der App aber schon dicht auf den Fersen.
 

Instagram Stories – Vorteile

Mit der Unterstützung durch den Megakonzern Facebook, wichtigen Influencern als Nutzern und der hohen Reichweite hat Instagram einige Vorteile gegenüber Snapchat. Des Weiteren haben viele Unternehmen und Brands bereits eine große Zahl an Instagram-Followern, die mit den Stories direkt angesprochen werden können. Mit Hashtags und Suchfunktionen können zudem Unternehmen oder andere User ausfindig gemacht und verlinkt werden.

Snapchat Story – Vorteile

Eine Vielzahl an kreativen Filteroptionen und die Möglichkeit, Gruppennachrichten zu versenden – mit diesen Funktionen übertrifft Snapchat Instagram. Besonders beliebt sind die sogenannten „On Demand Geosticker“ von Snapchat, die es bei Instagram bislang nur in einigen Metropolen wie New York oder Jakarta gibt. Brands, die eine lokale Zielgruppe erreichen wollen, sind also bei Snapchat besser aufgehoben. Während die Instagram-Nutzer zwischen dem Feed und der Instagram Story wählen können, fokussiert sich Snapchat allein auf die Story-Funktion. Bei Snapchat ist generell die Aktualität der Stories ausschlaggebend. Bei Instagram hingegen kann es passieren, dass zuerst ältere Stories angezeigt werden, wenn diese von einem relevanteren Account stammen.
 

 
–> Um möglichst viele User zu erreichen, ist es ratsam, eine Story parallel auf beiden Kanälen zu veröffentlichen.

Wie entwickelt man Kampagnen mit den Stories?

Spontaneität ist bei beiden Plattformen das A und O, denn die Inhalte werden für den Moment erstellt. Zudem spiegelt die Kurzlebigkeit den Zeitgeist der meist jungen Nutzer wider, die sich mit den Stories immer neu erfinden und präsentieren können. Darin besteht somit die wohl größte Chance für Unternehmen. Aber spontan auf Stories reagieren zu können und diese gewinnbringend zu nutzen, muss gelernt sein. Hier ist insbesondere auf die Produkte, den Standort und die Größe des Unternehmens zu achten. Unterschiede hinsichtlich Reichweite, Funktionen und Zielgruppe sind ebenfalls wichtige Aspekte.

Reichweite vs. Zielgruppenansprache

Während Instagram rund 600 Millionen User hat, kann Snapchat „nur“ 150 Millionen aktive Nutzer weltweit vorweisen. Fest steht: Je größer das Publikum ist, desto mehr potenzielle Kunden kann man erreichen. Doch die Zielgruppe muss natürlich eingegrenzt werden. Für Snapchat ist dies vergleichsweise einfach, da die App vor allem von Teenagern und Usern bis Mitte 20 genutzt wird.

Features für den Marketing-Mix

Authentisch, relevant und unkonventionell – eine Story muss es wert sein, bis zum Ende gesehen zu werden. Die verschiedenen Features in beiden Apps bieten zudem die Möglichkeit der Interaktion. So können beispielsweise Influencer erwähnt werden.

Stories über Snapchat erstellen

Kreative Snapchat-Kampagnen wie die der internationalen Natur- und Umweltschutzorganisation WWF und der US-amerikanischen Fastfood-Kette Taco Bell zeigen, wie unterschiedlich sich die sozialen Netzwerke in den Marketing-Mix integrieren lassen.

Über die Snapchat Story „Dont let this be my #LastSelfie“ stellte der WWF eine Verbindung zwischen den vom Aussterben bedrohten Tierarten und dem Verschwinden einzelner Snaps her. Mithilfe dieser Story appellierte der WWF an das junge Publikum, sich für Tierschutz zu engagieren, und das mit Erfolg: Die Bilder führten dazu, dass das Spendenziel für einen ganzen Monat in nur drei Tagen erreicht wurde.


Als eines der ersten Unternehmen nutzte die Fast-Food-Kette Taco Bell bereits 2013 die App, um eine durchdachte Marketing-Aktion zu verwirklichen. Das Ganze startete mit einem vagen Versprechen: Bei reger Beteiligung und wenn möglichst viele Videos mit Taco-Bell-Inhalten geteilt würden, würde das Unternehmen für eine Überraschung sorgen. Die bestand letztlich darin, dass Taco Bell den beliebten „Beefy Crunch Burrito“ wieder einführte. 2016 brach das Franchise-Unternehmen mit einer neuen Kampagne dann einen Snapchat-Rekord: Mithilfe einer Lenses-Ad konnten sich Snapchat-User einen animierten Taco übers Gesicht legen; passend dazu erschien das Logo des Fast-Food-Riesen und der markentypische Song von Taco Bell wurde eingespielt. Die Kampagne war ein Riesenerfolg und generierte an nur einem Tag 224 Millionen Views.
 

5 Tipps für erfolgreiche Stories

  • 1. Generell sollten nur Produkte oder Dienstleistungen beworben werden, die für eine junge Zielgruppe interessant sind. Doch auch Unternehmen, auf die das eher nicht zutrifft, können mit kreativen Stories jüngere Nutzer für sich gewinnen.
  • 2. Unternehmen sollten explizit auf ihre Accounts hinweisen, damit Interessenten nicht erst danach suchen müssen.
  • 3. Der Fokus sollte immer auf authentischen Geschichten liegen. Die Marke bleibt dann im Gedächtnis, wenn mit den Bildern und Videos Emotionen transportiert werden. Eine Möglichkeit wäre es zum Beispiel, interne Arbeitsprozesse zu zeigen, um das Unternehmen nahbarer zu machen.
  • 4. Eine weitere Option, User für sich zu gewinnen, besteht darin, ihnen Vorteile zu gewähren oder sie für eigene Stories zu belohnen. Auch Rabattcodes und Gutscheine können in die Story eingebunden werden.
  • 5. Call to Action – Mitarbeiter des Unternehmens sollten User dazu anregen, Screenshots zu machen, diese zu teilen oder selbst Inhalte beizusteuern. Gute Kennzahlen bezüglich Views, Screenshots und Followern sind für eine Marketing-Kampagne ebenso essenziell wie Spontaneität und Interaktivität.

«

»

Dieser Artikel wurde 516 Mal gelesen.

Hinterlasse Deinen Kommentar

Performics ist bekannt aus:
Werde Performics Fan auf Facebook & Twitter