Pubcon in Las Vegas

Voller Sessionplan zur PubconIn den USA findet mit der PubCon vom 21. bis 24. Oktober gegenwärtig eine der weltweit bedeutendsten Konferenzen für Online Marketing und Social Media statt. In der Entertainment-Hauptstadt Las Vegas im sonnigen Nevada geben sich hier jedes Jahr gewichtige Experten und Meinungsmacher das Mikrophon in die Hand. In diesem Jahr wartet die Konferenz mit einigen besonderen Hochkarätern der Branche auf. Die AKM3 hat es sich deshalb nicht nehmen lassen, in diesem Jahr zum ersten Mal selbst bei der PubCon dabei zu sein. Drei Tage lang werden Andre, Maik, Markus und Matthäus für uns und für Euch tagesaktuell von den Sessions im Convention Center von Las Vegas berichten.

Überblick

Tag 1 Tag 2 Tag 3
Kickoff Keynote
Jason Calacanis
Keynote
Matt Cutts
Keynote
Scott Stratten
Advanced Reputation Management
Erin Jones, Andy Beal
Link Building in a Penguin Age
Jim Boykin
Real World Low-Risk High-Reward Link Building
Russ Jones, Dixon Jones, Rhea Drysdale
Local Search Rankings
Michael Dorausch, Kristopher Jones, Kenny Hyder
Keyword Research, Selection and Optimization
Amanda Watlington, Ken Jurina, Marty Weintraub
Scaling and Systematizing Your Link Building
Stephan Spencer
Global Search Strategy
Anne Kennedy, Andy Atkins-Krüger, Dave Jamison
SEO 2013
Greg Boser
SEO/SEM Tools
Jon Henshaw, Christine Churchill, Ben Cook
Successful MEGA SEO Framework for Any Organization
Derrick Wheeler
Google’s Author Tag: The Biggest Signal since Links?
Eric Enge, Casey Markee, Ann Smarty
SEO: Hot topics and trends
Stephan Spencer, Aaron Shear, Bruce Clay
Hummingbird – How it will change the face of SEO as we know it
Eric Enge
Global SEO Management
Keith Goode, Bill Hunt, Chris Boggs
In-House SEO-Tools and Processes
Alex Volk, Brian McDowell, Motoko Hunt
Keyword Research and Selection
Craig Paddock, Mark Barrera, Stoney deGeyter

Pub Con Logo Convention Center


Dienstag, 22. Oktober 2013 (Tag 1)

09:00a 10:10a
Kickoff Keynote
Jason Calacanis

Die diesjährige Pubcon wurde von Jason Calacanis mit dem Vortrag „State of Media“ eröffnet. Jason zeigte die aktuelle Entwicklung der einzelnen Medien auf und folgerte, was als nächstes folgen wird. Geht man von der aktuellen Entwicklung aus, wird der Markt für mobile Endgeräte noch weiter an Bedeutung gewinnen und durch immer schnellere mobile Verbindungen der Anteil an Streaming Diensten im Video- und Musikbereich weiter steigen. In der Filmindustrie wird deutlich, dass Video on Demand die klassischen DVDs und Blu-rays in Zukunft überholen wird, und Dienste wie Netflix noch relevanter werden. Auch in der Musikindustrie geht der Trend zu Online Radios und Streaming Diensten wie Spotify, die es ermöglichen Musik auf mehreren Geräten gleichzeitig zu nutzen ohne diese umständlich auf das Gerät spielen zu müssen. Die Anzahl der CD-Käufe geht somit von Jahr zu Jahr zurück. Durch die Einführung von eBook-Readern und dem breiten Angebot wächst der Markt für digitale Bücher hingegen kontinuierlich. Schaut man über alle Branchen hinweg, wird deutlich, dass klassische Medien immer stärker von deren digitalen oder online Pendants verdrängt werden und der Trend weiter bestehen bleibt.

10:15a 11:25a
Advanced Reputation Management
Erin Jones, Andy Beal

In der ersten Session des Tages gingen die Referenten Erin Jones und Andy Beal von Trackur auf verschiedene Facetten des Online Reputation Managements ein. Zunächst sollte sich jedes Unternehmen die Frage stellen, wie es überhaupt aus Reputationssicht aufgestellt sein will, welche Ziele es verfolgt. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die relevanten Suchbegriffe, zu denen das Unternehmen bzgl. dessen guter Reputation gefunden werden sollte bzw. möchte, zu identifizieren. Selbstverständlich ist dies der Brandname, doch auch Produkte, Assoziationen oder die Namen der Geschäftsführung bzw. des Vorstands sollten Teil der Bemühungen im Online Reputation Management sein.
Erin Jones und Andy Beal gaben zu bedenken, das Unternehmen genau wissen müssen, in welchen sozialen Netzwerken sich der „Circle of Influence“ bewegt – sind Kunden hauptsächlich auf Facebook aktiv, so sollten die Bemühungen des Unternehmens ebenfalls auf die Optimierung der Reputation bei Facebook gelegt werden. Auch die Mitarbeiter sollten motiviert werden, zu einer guten Außendarstellung des Unternehmens beizutragen. Schließlich schließt dieses nicht um 17 Uhr, sodass möglichst häufig auf die Reaktionen der Community eingegangen werden sollte.
Als besonders relevant sahen die Referenten an, dass hinter der Brand eine Persönlichkeit aufgebaut werden sollte. Am Beispiel des Markenauftritts von Coca-Cola wurde gezeigt, dass ein einheitlicher Unternehmensauftritt über alle Plattformen hinweg unumgänglich ist.

Bzgl. des Managements von Online Reviews empfahlen Erin und Andy auf die Incentivierung von Reviews zu verzichten. Langfristig berge diese Form der Generierung von (guten) Bewertungen zu viele Gefahren.

Trotz der Relevanz einer guten Reputation stellten die Referenten heraus, dass nicht auf jede schlechte Bewertung eingegangen werden muss – vor allem nicht auf solche, die vollkommen haltlos sind. So muss nicht direkt in Panik verfallen werden, wenn der Unternehmensname von Einzelpersonen in ein schlechtes Bild gerückt wird. Zunächst sollte analysiert werden, welche Reichweite die Einzelperson überhaupt aufweist. Ist diese eher gering und die Vorwürfe haltlos, so ist es evtl. empfehlenswert, auf eine Reaktion zu verzichten, sodass die Kritik keine höheren Wellen schlägt.

In der Session „Local Search Rankings“ von Michael Dorausch (Gründer Planet Chiropractic), Kristopher Jones (Vorsitzender Internet Marketing Ninjas) und Kenny Hyder (Gründer Hyder Media) wurde insbesondere darauf eingegangen, wie man Google+ Local-Seiten optimieren sollte, um bei lokalen Suchen möglichst gut auffindbar zu sein. Kristopher Jones gab mit seinen 10 Tipps einen guten Überblick, wenn auch nur oberflächlich auf die wichtigsten Optimierungen eingegangen wurde. Kernaussage war, dass man möglichst viele relevante Informationen auf seine Google+ Local-Seite packen sollte, angefangen von SEO-optimierten Beschreibungen bis hin zu Bildern, Videos, Öffnungszeiten etc. Wichtig ist dabei, dass alle angegebenen Daten konsistent verwendet werden, und nicht unterschiedliche Informationen über das lokale Business im Netz zu finden sind. Externe Verlinkungen bzw. Citations sind bei Google+ Local-Seiten ebenfalls wichtig, um gute Positionen erreichen zu können. Man sollte daher schauen, dass insbesondere die eigene Google+ Local-Seite in lokalen Verzeichnissen, Blogs, Zeitungen etc. verlinkt wird. Ein weiterer wichtiger Rankingfaktor sind regelmäßige und gute Reviews. Man sollte daher eine gute Strategie wählen, um möglichst viele Reviews zu erhalten. Auf diesen Punkt ging insbesondere Michael Dorausch ein. Für ihn zählt vor allem direkter Kontakt mit den Besuchern/Kunden, die schon vor Ort darauf aufmerksam gemacht werden sollten, eine Bewertung abzugeben. Natürlich ging er auch darauf ein, dass man insbesondere die sozialen Netzwerke wie Facebook, Google+ und Twitter zusätzlich nutzen sollte, um eine hohe Aufmerksamkeit zu erlangen. Kenny Hyder erläuterte, wie eine optimale Seitenstruktur aussehen sollte, wenn man lokale Informationen über die eigene Webseite zur Verfügung stellen möchte. Man sollte eine logische Seiten- bzw. URL-Struktur wählen (z.B. site.com/locations/state/city.php) und ebenfalls strukturierte und ausführliche Daten verwenden. Für Interessierte bzw. Neueinsteiger in diesem Bereich war die Session sicherlich hilfreich, auch wenn alle drei Referenten in ihren 20-Minuten-Slots kaum auf Details eingehen konnten.

PubCon Konferenz Halle

Spricht man von Strategien zur Erhöhung der Sichtbarkeit in Suchmaschinen, denkt man häufig an Google und dessen Algorithmus. Zu Beginn der Session stellte Anne Kennedy jedoch zunächst heraus, dass nicht in jedem Land Google Marktführer ist, in Russland bspw. nur 20% Marktanteil hat und in China gar nicht vertreten ist. Bzgl. Google sieht die Referentin die Faktoren Hosting, Sprache, Location-Infos sowie das Geo Location Mapping in den Webmastertools als besonders wichtige Faktoren an, die bestimmen, in welchem Land eine Webseite Rankings erzielt. Außerdem ging Anne ausführlich auf die Nutzung des Hreflang-Tags ein, welches vor allem dann eingesetzt werden sollte, wenn man die gleiche Webseite in mehreren Sprachvariationen einsetzt. Bei der Internationalisierung sollte grundsätzlich auf Muttersprachler gesetzt werden – das einfache Übersetzen von Inhalten mittels Übersetzungsprogrammen führt keineswegs zu den gewünschten Erfolgen. Schließlich muss der Webseitenbetreiber sich auf die jeweilige Zielgruppe im Land ausrichten. Diesbezüglich stellte Dave Jamison heraus, dass in den USA ca. 25% der Bevölkerung eine andere Sprache als Englisch sprechen. Richtet man seine Webseite nicht auf diese Zielgruppe aus, so verschenkt man eine Menge Potenzial. Besonders interessant ist, dass sich die unterschiedlichen ethnischen Gruppen in ihrer Form der Informationssuche gravierend voneinander unterscheiden. Offline-Medien sind für die spanisch- und koreanischsprachige Bevölkerung ein viel relevanterer Kanal, als dies für englischsprachige Amerikaner der Fall ist. Dies zeigt, dass sich Webseitenbetreiber genau über sämtliche Zielgruppen informieren sollten, bevor sie mit der Umsetzung einer globalen Strategie beginnen.

Ein ebenso relevantes Kriterium, um eine Webseite auf eine bestimmte Sprache bzw. ein Zielland auszurichten, ist die Anzahl der eingehenden Links aus dem jeweiligen Land. Ist ein Unternehmen in mehreren Ländern aktiv, so sollte sichergestellt werden, dass nicht alle eingehenden Links auf eine globale Unternehmensseite verweisen. Vielmehr sollten lokale Webseiten auf die jeweilige Sprachversion verweisen.

1:15p 2:25p
SEO/SEM Tools
Jon Henshaw, Christine Churchill, Ben Cook

In der Session „SEO/SEM Tools“ von Jon Henshaw (Gründer Raven Internet Marketing Tools), Christine Churchill (Präsidentin KeyRelevance) und Ben Cook (Präsident Direct Match Media) wurden im Minutentakt fast 50 Tools vorgestellt bzw. erwähnt, auf die man derzeit nicht verzichten sollte. Hier die Auflistung der wichtigsten Tools, unterteilt nach verschiedenen Bereichen:

Domains/Domain Research

Semantik/Strukturierte Daten

Crawling/Seitenanalyse

  • Screaming Frog SEO Spider Tool
  • Internet Marketing Ninjas Tools

Page Speed

Keyword Tools/Keyword Research

Link Research/Link Finder

Contenterstellung

Outreach

A/B-Testing/User-Testing

Bildbearbeitung

PPC

1:15p 2:25p
Google’s Author Tag: The Biggest Signal since Links?
Eric Enge, Casey Markee, Ann Smarty

In der Session „Google’s Author Tag: The Biggest Signal since Links?“ widmeten sich Eric Enge, Ann Smarty und Casey Markee Googles Authorship und dem immer mehr an Bedeutung gewinnenden Author Rank. Alle drei Referenten sind sich einig, dass der Author Rank aktuell noch keinen Einfluss auf das Ranking hat, dies aber früher oder später kommen wird. Vergleicht man die Aussagen von Matt Cutts, Eric Schmidt und John Mueller, wird deutlich, dass Google dem einzelnen Autor große Bedeutung zuspricht und keinen Autoren ohne „Identität“ Vertrauen schenken möchte. Eric Enge ging in seiner Präsentation auf das Setup des Author Tags ein und zeigte, wie man den kompletten Prozess rund um das Authorship gestalten kann. Essenziell für die Stärkung des eigenen Autoren Profils ist guter Content auf Reichweiten und themenrelevanten Seiten sowie die anschießende Interaktion der Leser über Kommentare und Social Media.

Ann Smarty gab praktische Beispiele und Tipps zu den im Autorenprofil verwendeten Bildern. Ein gutes und aussagekräftiges Bild kann nachweislich die CTR steigern und sollte den Autor zeigen. Bilder, welche keine Gesichter enthalten, werden von Google innerhalb von wenigen Minuten erkannt, und das Authorship Snippet wird nicht mehr ausgespielt. Des Weiteren wies Ann darauf hin, dass es bis zu 3 Wochen dauern kann, bis Google das Bild eines Autors in den Suchergebnissen anzeigen wird. Zwar gibt es von Google keine klaren Guidelines zum Thema Autorenprofil, aber Tests haben ergeben, dass man Autorenbilder mit dem Brand Logo oder den Brand Farben erweitern kann. Zusätzlich kann die Blickrichtung der Autoren auf das Google Snippet die Aufmerksamkeit des Suchenden auf das Snippet lenken und somit die CTR steigern. Um über alle Kanäle wieder erkannt zu werden, sollte immer dasselbe Foto verwendet werden.

Casey Markee zeigte zum Schluss Fehler auf, die mit dem Authorship einhergehen können auf. So sollte das Autorenbild das darstellen, für was man steht, möglichst authentisch sein und Vertrauen signalisieren. Auf Bilder, welche nicht den Autor enthalten, sollte verzichtet werden, da Google hier schnell reagiert und die Bilder nicht mehr in den Suchergebnissen darstellt. Zusätzlich sollten die im Autorenprofil verknüpften Webseiten vertrauensvoll sein und keinen Spam enthalten. Diese Fehler können ansonsten dazu führen, dass Vertrauen zum Autor nicht aufgebaut bzw. dauerhaft geschädigt wird oder dass das Authorship überhaupt nicht funktionieren wird.

2:35p 3:45p
Hummingbird – How it will change the face of SEO as we know it
Eric Enge

Hummingbird – How it will change the face of SEO

In dem Vortrag „Hummingbird – How it will change the face of SEO as we know it“ von Eric Enge ging es um das neueste, „Hummingbird“ genannte Google Update. Das Update betrifft insgesamt 90% aller Suchphrasen und ermöglicht Google die Suchintensionen eines Suchenden besser zu verstehen und komplexe Suchanfragen besser zu beantworten. Unter anderem kann Google durch dieses Update Synonyme und den Kontext einer Suchanfrage besser verstehen. In Kombination mit den Google Knowledge Graph ist es Google möglich schwierige Suchanfragen, wie direkte Fragen, Nutzerintention und Suchen, welche Eigenschaften vergleichen, zu interpretieren und passende Ergebnisse zu liefern. Durch Hummingbird ist nun die Verknüpfung von Suchanfragen gegeben, und aufeinander folgende Suchanfragen werden kombiniert, was zu einem „Dialog“ mit Google führt. Sucht man nach „Wie alt ist Brad Pitt“, und lauten die darauf folgenden Suchanfragen „Wie groß ist er?“ oder „Wie heißt seine Frau“, weiß Google, dass hier immer noch Brad Pitt gemeint ist. Google interpretiert ganze Fragen und matched diese mit bekannten Suchphrasen. So ergibt „Wie ist das Wetter in Rom“ das gleiche Suchergebnis, wie „Wetter Rom“. Eric Enge wies erneut darauf hin, dass das Update noch sehr frisch ist und noch nicht alle Suchanfragen abgedeckt werden, aber Google hier sicherlich nachbessern wird. Das Patent für das Update wurde von Google bereits 2003 eingereicht, und es dauerte zehn Jahre, bis Google in der Lage war dieses Patent umzusetzen und live zu stellen. Als Tipp für SEO in Zeiten von Hummingbird gab Eric an, dass man sich noch mehr in den einzelnen Nutzer hineinversetzen und versuchen sollte alle Möglichkeiten, die in Verbindung mit einer Suchphrase gebracht werden können, zu verknüpfen.

3:50p 5:00p
In-House SEO-Tools and Processes
Alex Volk, Brian McDowell, Motoko Hunt

SEO SEM Tools auf der Pubcon

In der Session „In-House SEO-Tools and Process“ wurden Tipps und Tools von Mokoto Hunt, Brain McDowell und Alex Volk (Microsoft) vorgestellt, die den Workflow und die Zusammenarbeit in einem In-House SEO-Team erleichtern können. Als Grundlage für den Einsatz von Tools sollte die Frage nach den jeweiligen KPIs beantwortet werden: Welche KPIs sind für welche Zielgruppe im Unternehmen wichtig, und welche Tools können diese Daten liefern? Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass die Tools, für die man sich entscheidet, in vollem Umfang verwendet werden um unnötige Kosten zu vermeiden.

Um SEO im kompletten Unternehmen zu verankern und auch andere Abteilungen mit dem Thema vertraut zu machen, sollten die Daten auch mit diesen Abteilungen geteilt werden. Hier sollte darauf geachtet werden, dass jede Abteilung die für sie relevanten Daten erhält. Zusätzlich kann es von Vorteil sein, wenn andere Abteilungen ebenfalls Zugriff zu den vom SEO-Team verwendeten Tools bekommen um diese für die eigenen Zwecke nutzen zu können. Durch Tools wie Evernote, Dropbox und Drive können Dokumente und Wissen über mehrere Abteilungen geteilt werden und auch neue Teammitglieder direkt mit allen alten Daten versorgt werden. Auch Brain McDowell machte nochmal deutlich, wie wichtig es ist, dass SEO vom kompletten Unternehmen verstanden wird und stellt den SEO-Prozess als einen aus einem Technischen, Content- und Reporting Teil bestehenden, sich wiederholenden Prozess dar. Dieser Prozess wird von vielen verschiedenen Tools unterstützt und ermöglicht so die besten Ergebnisse jedes Prozessabschnitts. Zusätzlich zu diesem stets wiederkehrenden Prozess ist auch die Weiterbildung der Teammitglieder in einem SEO-Team sehr wichtig und sollte in den SEO-Prozess eingebunden sein.


Mittwoch, 23. Oktober 2013 (Tag 2)

09:00a 09:45a
Keynote
Matt Cutts

Matt Cutts Pubcon

Der zweite Tag wurde mit dem wohl interessantesten Referenten der Pubcon gestartet – Matt Cutts und seiner diesjährigen Keynote. Bereits zum dreizehnten Mal sprach Matt Cutts auf der Pubcon über die neuesten Google Updates und gab Einblicke in das, was noch folgen wird.

Google versucht bereits seit Jahren, dem Algorithmus nach und nach das „Deep Learning“ beizubringen, die Eigenschaft komplexe Suchfragen zu verstehen und zu beantworten. Mit der Einführung der Voice Search versucht Google neben normalen Suchanfragen ebenfalls, per Spracheingabe gesteuerte Suchen zu interpretieren und die richtigen Ergebnisse zu liefern. Stellt man Google mehrere Suchanfragen in Form einer logischen Frage, so versteht Google diesen Zusammenhang und liefert die richtigen Ergebnisse, auch wenn Teile der Information bereits in der ersten Frage enthalten waren.

Einen weiteren Schritt machte Google nun mit dem Hummingbird Update. Das neueste Google Update hat zwar Einfluss auf 90% der Suchanfragen, Rankings sind von dem Update aber kaum betroffen. Google ist es gelungen sowohl den Zusammenhang bei komplexen Suchanfragen als auch Synonyme besser zu verstehen. So versteht Google die Intention, wenn jemand nach „auto“ oder „car“ sucht, und deutet beide Suchanfragen als nahezu identisch. Zusätzlich zur besseren Interpretation von Synonymen versteht Google Suchanfragen und kann die relevanten Informationen dieser Suchanfrage nutzen um das bestmögliche Ergebnis zu liefern. Google arbeitet weiterhin am Panda Update und justiert den Algorithmus weiter nach, um Seiten, welche irrtümlich von Panda schlechter gerankt werden, wieder mehr Sichtbarkeit zu geben.

Matt Cutts wies darauf hin, dass Webseiten-Betreiber dafür sorgen sollen, dass die mobile Webseite für mobile Endgeräte erreichbar ist und nicht aus Flash besteht, da dies zu einem schlechteren Ranking in den mobilen Suchergebnissen führen kann. Auch sitewide redirects auf die Startseite der mobilen Version sollten verhindert werden.

Das Google Webspam Team hat mit dem Penguin 2.1 Update vor wenigen Wochen eine verbesserte Version der Penguin 2.0 Updates veröffentlicht und arbeitet aktuell verstärkt an einem Algorithmus für sehr spamige Suchanfragen, wie „payday loans“. Zeitungs- und Verlagsportale, welche bezahlten Content mit Links anbieten, sind verstärkt in US und UK auf dem Radar der Google Webspam Team.

Für die Zukunft sieht Matt Cutts „Mobile“ als noch wichtiger und stärker im Kommen als zuvor, was auch die mobilen Zugriffe auf Youtube.de belegen, die sich bereits auf 40% des gesamten Traffics belaufen. Außerdem wird Google noch smarter und in der Lage sein, noch kompliziertere Suchanfragen verstehen. Wie schon mehrmals von Matt Cutts angedeutet, ist Social aktuell noch kein Rankingkriterium, aber man sollte dennoch an einer Sozialen Reputation arbeiten, da diese zur Stärkung der Brand führt.

10:30a 11:40a
Link Building in a Penguin Age
Jim Boykin

In der Session „Link Building in a Penguin Age“ von Jim Boykin (Gründer Internet Marketing Ninjas) wurden insbesondere Techniken vorgestellt, um auf natürliche Weise gute Links zu erhalten. In Zeiten von Penguin sollten viele Webmaster und Firmen ihre Strategien ändern und nachhaltige Links aufbauen, die auch in mehreren Jahren noch ihre Wertigkeit behalten – gerade dann, wenn man bei kommerziellen Keywords mit hohen Suchvolumina gute Positionen erreicht hat und man somit immer unter Beobachtung der Konkurrenz steht. Folgende Techniken sind zu empfehlen:

  • Wenn möglich, sollte man Webmaster auf nicht mehr aktuelle bzw. kaputte Links aufmerksam machen, um dann den eigenen Link als neues Linkziel anzubieten
  • Wenn man mit seinem Blog eine gewisse Reichweite generiert hat, lohnt es sich, eine Autorität (aus dem jeweiligen Themenbereich) zu beauftragen, einen Blogpost zu veröffentlichen
  • Ebenso sollte man Interviews mit Größen der jeweiligen Industrie führen
  • Über den eigenen Blog sollten Auszeichnungen und Badges vergeben werden
  • Wissenschaftliche Artikel von bekannten Akademikern promoten

Viele der oben genannten Tipps sind heutzutage eher im Content Marketing anzusiedeln, insbesondere wenn es um das Seeding von interessanten Inhalten geht.

11:45a 12:55p
Keyword Research, Selection and Optimization
Amanda Watlington, Ken Jurina, Marty Weintraub

Keyword Research SessionIn der Session „Keyword Research, Selection and Optimization“ von Amanda Watlington (Ph. D., Searching for Profit), Ken Jurina (Präsident Top Draw Inc.) und Marty Weintraub (Präsident aimClear) gingen alle Referenten darauf ein, wie man in Zeiten von „not provided“ trotzdem an Keyword-Daten gelangen kann und welche Tools insbesondere für Keyword Research geeignet sind.
Amanda Watlington beschrieb in ihrem Slot, wie man sein passendes Keywordset mit Hilfe von Keyword-Tools definieren kann und wie man eine Wettbewerbsanalyse durchführen und davon lernen sollte. Für Keywordrecherchen empfiehlt sie Wordtracker, außerdem gab sie den Tipp, Keywordsets zu visualisieren und empfahl dabei das Tool Wordle, das einfache Keywordwolken generiert. Für Wettbewerbsanalysen greift sie auf das Tool SpyFu zurück (gefühlt wurde das Tool in jeder 2. Session vorgestellt).
Ken Jurina empfiehlt für einfache Keywordrecherchen folgende Tools (siehe auch Session „SEO/SEM Tools“):

  • Google Keyword Planner
  • Wordtracker
  • ÜberSuggest
  • Soovle

Mit dem Keyword Planner erhält man die besten Daten, die anderen aufgeführten Tools eignen sich insbesondere für die Ideenfindung.

Interessanter wurde der Slot im weiteren Verlauf, als Ken Jurina beschrieb, wie man am ehesten an Keyworddaten gelangen kann. Die besten Daten erhält man aus den Webmastertools, denn dort werden alle Suchphrasen der (derzeit) letzten 90 Tage angezeigt. Er ging zudem auf den Top Pages Report ein, da man hier mit einem Klick alle Suchphrasen der jeweiligen Landingpage aufgelistet bekommt. Außerdem wies er darauf hin, dass man bei Verknüpfung des Google AdWords Accounts mit den Webmastertools zusätzlich Keyword-Statistiken aus der organischen Suche erhalten kann, allerdings ohne Landingpage-Bezug. Größere, vor allem E-Commerce-Seiten, sollten zudem auf ihre interne Suche zurückgreifen und regelmäßig die Suchphrasen auswerten. Aus Analytics kann man sich zudem weiterhin die Landingpage-spezifischen Daten ziehen.

Marty Weintraub ging im Wesentlichen darauf ein, wie man mit Brainstorming, Excel und einigen nützlichen Tools Keywordideen generieren und Synonyme finden. Hier ging er auch wieder auf den Keyword Planner ein, außerdem empfahl er, Keyworddaten aus dem AdWords-Account zu ziehen, vor allem die Suchanfragenberichte der weitgehenden Keywords. Wie viele andere Speaker empfahl er folgende Tools, mit denen man passende und neue Keywords finden kann:

  • Zenya
  • SpyFu
  • Conducter Searchlight
  • AdGooRoo
  • Seobook Keyword Generator

Sein letzter Tipp war, sich außerdem passende Themenblogs und Autoritäten anzuschauen, um neue Keywordpotentiale zu identifizieren.

1:30p 2:40p
SEO 2013
Greg Boser, President & Co-founder, Foundation Digital, LLC

Greg Boser Pubcon

In dem Vortrag „SEO 2013 mit Greg Boser“ ging dieser kurz auf die letzten SEO-Entwicklungen im Jahr 2013 ein und widmete sich anschließend dem Thema „Big Data“. In seinen Augen wird „Big Data“ immer wichtiger und ist auch für kleine Webseiten von Bedeutung, um die Nutzer einer Website besser zu verstehen und entsprechende Strategien abzuleiten. Das größte Problem, das „Big Data“ mit sich bringt, ist die Fragmentierung der Daten. Daten aus verschiedenen Quellen lassen sich nicht immer ohne Weiteres verknüpfen und nutzen, wodurch hohe Kosten entstehen können. Doch die Anzahl an Dienstleistern, welche APIs für die Datenexport anbieten, steigt kontinuierlich, und die Kombination von vielen verschiedenen Quellen führt zu einer besseren Qualität der Daten.
Greg stellte einige Tools vor, welche dazu dienen können, bestehende Daten um weitere Aspekte zu erweitern:

  • Semantische Daten:
  • AlchemyData
  • Semantria
  • Web Crawling
  • 80legs
  • SERP Scraping:
  • PhantomJS
  • Pjscrape

Durch den Google Knowledge Graph lassen sich noch mehr relevante Daten aus den Google Suchergebnissen auslesen und für weitere Daten-Analysen verwenden. Zusätzlich zu Tools, welche Daten zur Verfügung stellen können, gibt es mittlerweile auch Tools, welche es auch Laien ermöglichen Daten aus mehreren Quellen zusammen zu verknüpfen und auszuwerten:

  • Zapier – Verknüpft mehrere Datenquellen zusammen
  • AppFlower – Grafische Auswertung der Daten

1:30p 2:40p
Successful MEGA SEO Framework for Any Organization
Derrick Wheeler

Derrick Wheeler von Microsoft sprach in seinem Vortrag „Successful MEGA SEO Framework for Any Organization“ davon, wie SEO bei Microsoft vor seinem Eintreten in das Unternehmen und das neu formierte SEO-Team aussah. So gab es viele Probleme, welche erst noch gelöst werden mussten, bevor SEO effektiv betrieben werden konnte. Es gab anfangs kein zentralisiertes SEO-Team, Traffic Tracking war nicht konsistent, und relevante SEO Metriken waren nicht verfügbar. Zwar wusste Microsoft, dass SEO relevant und wichtig ist, aber diese Erkenntnis konnte nicht effektiv im Unternehmen integriert werden. Zum Schluss gab Derrick einen Einblick in Reports, welche bei Microsoft verwendet werden und worauf er am stärksten achtet.

1:30p 2:40p
SEO: Hot topics and trends
Stephan Spencer
Aaron Shear
Bruce Clay

Das Publikum auf der Pubcon
In der Session „SEO: Hot topics and trends“ wagten die SEO Experten Stephan Spencer (Co-Autor von „The Art of SEO“), Aaron Shear (MD/CEO Boost Search Marketing) und Bruce Clay (Founder and President Bruce Clay, Inc.) einen ausführlichen Ausblick in die Zukunft der Suchmaschinenoptimierung. Die Themen Hummingbird-Update und 100% Not provided standen bei Stephan und Bruce im Fokus der Session. Bruce legte dar, dass sowohl Hummingbird als auch die Not-Provided-Thematik aus SEO-Sicht keine wirklichen Probleme darstellen, da die SEOs sowieso nichts an der gegebenen Situation ändern können. Sich über die Gegebenheiten zu ärgern, bringt selbstverständlich nichts. Bezüglich Hummingbird wird es zukünftig die Aufgabe sein zu antizipieren, was Suchende in den Suchschlitz eingeben und was sie mit ihrer Anfrage wirklich meinen. Es muss also ein Verständnis für die Suchintentionen geschaffen werden. Stephan sah im Hummingbird-Update den ersten Schritt von Google in die Richtung, weg vom Keywordmatching und hin zum Verständnis von Suchintentionen zu gehen. Durch diesen Schritt wird es für Webseitenbetreiber immer wichtiger, beispielsweise mit schema.org Google Informationen zur Struktur des eigenen Contents auszuliefern. Das Hummingbird-Update hat 90% aller Suchanfragen beeinflusst.

Bezüglich Not Provided lässt sich festhalten, dass der Blick hin auf den Page Level gerichtet werden muss. Wurde „früher“ noch ausgewertet, über welche Suchanfragen die meisten Besucher auf eine Webseite gestoßen sind, werden zukünftig KPIs wie „Besucher auf einer Seite“ oder „Wie viele meiner Seiten erhalten Traffic“ in den Fokus rücken. Stephan regte an, zukünftig stärker die interne Suche in die Keywordrecherche einzubeziehen um herauszufinden, welche Begriffe die Nutzer suchen und ob auf der Seite dafür Content vorhanden ist.
In Bezug auf Penalties stellte Bruce heraus, dass für alle Seiten im Web ein Risiko besteht, früher oder später in eine Penalty bzw. ein Update zu geraten. Schließlich weiß niemand, auf welche Faktoren Google zukünftig das Hauptaugenmerk legen wird. Webseitenbetreiber sollten sich in diesem Zusammenhang fragen, ob sie es mit ihrer Webseite wirklich verdient haben in den Top 3 der Suchergebnissen zu stehen – selbstverständlich verfolgt jeder dieses Ziel, doch nur drei Seiten können es erreichen, sodass man den ausführlichsten und qualitativ hochwertigsten Content liefern muss, um das Ziel zu erreichen.
Aaron Shear stellte heraus, dass zukünftig (noch) mehr Fokus auf die Site Performance gelegt werden muss. Google ist stets bemüht, Suchenden das beste Ergebnis auszuspielen und somit die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Lange Ladezeiten würden dabei gegen ein hohes Nutzererlebnis sprechen. Auch Mobile würde in Zukunft mehr an Relevanz gewinnen, da eine schlechte Nutzererfahrung auf der mobilen Version zu schlechteren Rankings führen kann.

3:00p 4:10p
Global SEO Management
Keith Goode
Bill Hunt
Chris Boggs

Keith Goode (SEO Technology Lead, Dell), Bill Hunt (Black Azimuth Consulting) und Chris Boggs (COO/CMO Internet Marketing Ninjas) widmeten ihre Session dem Thema „Global SEO Management“. Zunächst wurde herausgestellt, dass Suchmaschinen alle Abteilungen im Unternehmen betreffen und somit bei der Implementierung und Umsetzung einer globalen SEO-Strategie sehr viele Abteilungen in die Entscheidungsfindung einbezogen werden müssen. Doch selbst im Search-Team treffen viele unterschiedliche Meinungen aufeinander, sodass eine Lösung gefunden werden muss, um möglichst (kosten)effizient SEO betreiben zu können. Eine vorgeschlagene Lösung liegt in der Einführung einer SEO Knowledge Base – Ziel sollte sein, dass alle für den SEO-Prozess relevanten Abteilungen ein Grundverständnis für die Suchmaschinenoptimierung haben und somit entsprechende Entscheidungen effizient treffen können, dass also jeder dadurch ein Experte im SEO wird. Außerdem sollten seitenweite Standards und Best Practices im Unternehmen implementiert werden. Keith stellte heraus, dass SEO sich nicht von heute auf morgen in großen Organisationen implementieren lässt – das SEO-Verständnis muss langsam und Schritt für Schritt aufgebaut und Neuerungen ebenfalls nach und nach implementiert werden. Vor allen Dingen muss jedoch Wert darauf gelegt werden, die Mentalität der Organisation dahin zu entwickeln, dass SEO wichtig ist und somit einen angemessenen Stellenwert einnimmt. Daher sind gerade in Konzernen Monitoring und Analytics sehr wichtig, denn nur durch die Zahlen lassen sich Erfolge belegen und die Arbeit bestätigen. Auf der anderen Seite muss das SEO-Team jedoch auch verstehen, wie wichtig es wirklich für das Unternehmen ist. Ob es eine zentrale Rolle oder eher eine untergeordnete Rolle im gesamten Unternehmen einnimmt, entscheidet der Einzelfall.

Eine wichtige Entscheidung, die vor der Implementierung einer globalen SEO-Strategie getroffen werden muss, ist, ob man zentralisiert oder auf Kontinent- bzw. Länderlevel arbeiten möchte. Wie auch immer man sich entscheidet, steht vor der Erstellung von Webseiteninhalten die Keywordlokalisierung. In allen Ländern wird unterschiedlich gesucht, sodass Suchbegriffe nicht einfach übersetzt werden sollten, sondern Native Speaker in die Analyse einbezogen werden müssen.

04:15p 05:15p
Keyword Research and Selection
Craig Paddock
Mark Barrera
Stoney deGeyter

Der Vortrag „Keyword Research and Selection“ von Craig Paddock (Managing Partner, Boost Search Marketing), Mark Barrera (Chief Search Officer / Partner, Buzzshift ), Stoney deGeyter (President, Pole Position Marketing ) beschäftigte sich mit der Bereitstellung von Keyword-Daten nach dem Abschalten des Keyword Tools und der aktuellen (Not Provided-) Problematik. Zusätzlich kam mit dem Hummingbird Update ein Google Update, welches Synonyme und Zusammenhänge einzelner Keywords und Suchphrasen besser versteht, und es somit kaum Unterschiede bei Suchergebnissen für Synonyme gibt. Auch wenn die Recherche nach relevanten Keywords in der letzten Zeit erschwert wurde, sind Keywords relevant und sollten weiterhin einen gewissen Fokus bei der Optimierung erhalten. Folgende Quellen sollten bei einer Keywordrecherche einbezogen werden:

  • Keyword Planner
  • WordTracker
  • SEMRush
  • Ubersuggest
  • Related Serach

Zusätzlich können bestehende Traffic Daten zur Analyse herangezogen werden. Dazu zählen folgende Möglichkeiten

  • Traffic Report auf URL-Ebene
  • Bing/Yahoo Traffic-Daten
  • Interne Suche auf der Seite
  • Daten aus den Google Webmaster Tools
  • Adwords Daten
  • YouTube Daten

Donnerstag, 24. Oktober 2013 (Tag 3)

09:15a 10:00a
Keynote
Scott Stratten

Am Donnerstagmorgen fand die letzte Keynote der Pubcon mit Scott Stratten statt, und diese war sicherlich eines der Highlights der diesjährigen Pubcon. Scott ist seit 1994 in der Online-Branche tätig, hat bereits einige Bücher veröffentlicht – sein aktuellstes Werk heißt „QR Codes Kill Kittens“ – und ist Inhaber von UnMarketing. In seiner unterhaltsamen Session ging er auf viele strategische Entscheidungen ein, über deren Sinn die Meinungen auseinander gehen.

Informationsüberladungen mit Werbeanzeigen – kennt jeder und mag keiner. So empfiehlt Scott Stratten die Strategie „Stop marketing. Start UnMarketing“. In seinem unterhaltsamen Vortrag erklärte Scott anhand von unterschiedlichen Beispielen, wie Menschen auf eine effektive Art und Weise erreicht werden können.
Neben einem durchdachten und individuellen Konzept spielt Empfehlungsmarketing eine entscheidende Rolle. So erzählte er eine Geschichte, in welcher das Hotel „The Ritz Carlton“ ein im Hotel vergessenes Kinderspielzeug für eigene Marketingziele gewinnen konnte. „Joshie“ – so der Name des Kuscheltieres im Bild – wurde vom Kind einer Familie im Ritz Carlton vergessen und sollte zu ihr zurückgesendet werden. Das Hotel überlegte sich eine Story für „Joshie“ und fotografierte ihn beim Entspannen am Pool, an der Bar und erstellte ihm sogar einen eigenen Personalausweis. Eine lustige Idee, die auch der Familie gut gefallen hat, sodass diese über Blog und Twitter darüber berichtete. So funktioniert virales Marketing.

Brand Ritz Carlton hotel and Joshie

Weiterhin weist Scott darauf hin, dass es wichtig ist, auf Daten und dessen Inhalte acht zu geben: Es ist nicht alles Gold, das glänzt. Auch wenn Google+ davon berichtet, dass sich 60% aller Nutzerkonten täglich anmelden, wird dabei nicht berücksichtigt, dass diese Anmeldung ein Teil des Google Besuches ist. Es ist heutzutage unumgänglich geworden, auf der Hut zu sein und stets direkt und schnell zu antworten, wenn man einen guten Ruf bewahren möchte. Dies hat auch die Fluggesellschaft Delta Airlines verstanden. Ein Passagier, der zu früh anwesend war, musste andere Gäste vorlassen, die für ihren Flug spät dran waren, woraufhin aber keine Entschuldigung und kein Bedanken seitens der Delta Airlines kam. Daraufhin ärgerte sich der Passagier und lies seinem Frust auf Twitter freien Lauf. Dass sich der Fluganbieter schnell zurückmeldete und sich entschuldigte, überraschte ihn dabei jedoch positiv und konnte den Fehler wieder gut machen.

Man kann nicht die Tatsache beeinflussen im Spotlight zu stehen, aber man kann sein eigenes Verhalten kontrollieren, wenn man im Spotlight steht.

10:20a 11:30a
Real World Low-Risk High-Reward Link Building
Russ Jones
Dixon Jones
Rhea Drysdale

In dem Vortrag „Real World Low-Risk High-Reward Link Building” von Russ Jones, Dixon Jones, Rhea Drysdale ging es um den Linkmarketing-Prozess, welche Links sinnvoll sind, und wie Linkmarketing in Zukunft aussehen wird. Das oberste Ziel bei allen Linkmarketing-Aktivitäten sollte die Minimierung des Risikos sein. Der gewählte Ankertext und die Qualität der linkgebenden Seite sind hier entscheidende Faktoren. Linkmarketing lässt sich mittlerweile kaum skalieren und ist sehr kostenintensiv geworden. Um das Risiko einer Penalty zu minimieren ist die Auswahl der Kooperationspartner entscheidend, und man sollte nur auf qualitativ hochwertige Domains mit einem natürlichen Ankertext setzen. Russ Jones sprach über das „Broken Link Building“ als eine gute Möglichkeit Links von vertrauenswürdige Quellen zu kommen, da man hier dem Webseiten-Betreiber hilft seine Seite zu verbessern und zusätzlich Mehrwert schafft.

Dixon Jones zeigte anhand einer Case-Study, wie es MajesticSEO gelungen ist, mit Hilfe der Ankündigung der neuen „Flow Metric“ wertvolle Links von relevanten Seiten zu akquirieren. Entscheidend für ihn war die Vorbereitung – der Kontakt zu den wichtigsten Personen der Branche brachte einen entscheidenden Vorteil bei der Reichweite und der Verbreitung der Meldung.

1:15p 2:25p
Scaling and Systematizing Your Link Building
Stephan Spencer

Der Vortrag von Stephan Spencer, Co-Autor des Buchs „The Art of SEO“, behandelte das Thema „Skalierung und die Systematisierung von Linkmarketing Strategien“. Zu Beginn stellte Stephan die Eigenschaften von „perfekten“ Links dar:

  • themenrelevant
  • nicht reziprok
  • nicht im Footer oder site-wide
  • nicht gekauft
  • keine Linkfarm
  • linkgebende Domain, welche Trust und Autorität hat
  • haben einen beschreibenden Ankertext, dieser ist jedoch immer unterschiedlich
  • sind/wirken organisch
  • nicht alle auf derselben IP
  • von verschiedenen, relevanten TLDs

Um an solche Links zu gelangen, sind professionelle Tools wie der OpenSiteExplorer, MajesticSEO oder Ahrefs.com unabdingbar, aber auch eine gute Idee soll dabei helfen, einfacher und schneller eine Verlinkung zu bekommen. So stellen „How To‘s“ oder „Top-Listen“ auf dem eigenen Projekt ein gutes Linkziel für andere dar. Eine weitere Möglichkeit Mehrwert zu schaffen und dadurch Links zu erhalten, sind WordPress Plugins, Browser Erweiterungen und Open Source Tools. Den Outreach von Bloggern sieht Stephan als das größte Problem und den zeitintensivsten Schritt beim Linkmarketing an. Den Workflow sollte man mit Tools vereinfachen und beschleunigen – hier nannte Stephan „Pitchbox“ als ein Tool zur Überwachung des kompletten Outreach-Prozesses.

Matt Cutts und AKM3Grüße aus Las Vegas von Markus, Andre, Maik und Matt Cutts. 😉


© spiritofamerica – Fotolia.com


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