Hashtags auf Instagram sind entgegen diverser Gerüchte noch immer relevant, wenn es darum geht, dem eigenen Account mehr Reichweite und Interaktion zu verschaffen. Doch seit Instagram die Bilder in der Timeline nicht mehr chronologisch anzeigt, sondern seinen Nutzern die Fotos nach einem bestimmten Algorithmus in den Feed spült, klagen viele darüber, weniger sichtbar zu sein. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, Hashtags richtig zu nutzen.

Ob Twitter, Facebook oder Instagram – auf diesen Plattformen können Nutzer mithilfe von Hashtags Fotos und Beiträge kategorisieren oder selbst nach bestimmten Inhalten suchen. Nach den letzten Änderungen bei Instagram spielt die richtige Verwendung der Hashtags eine besonders wichtige Rolle, um Reichweite und Interaktion auf dem eigenen Account zu generieren.

Der große Vorteil beim Verwenden von Hashtags liegt darin, dass man User erreicht, die sonst womöglich gar nicht auf den Account gestoßen wären. Um also neue Follower zu gewinnen und eine größere Reichweite aufbauen zu können, sind Hashtags auf Instagram unverzichtbar.
 

Was macht ein gutes Hashtag aus?

Die wichtigste Regel lautet: Nutze relevante Hashtags! Denn nur mit den richtigen Hashtags erreicht man die entscheidende Zielgruppe, passende Kunden und Interaktion. Interaktion wiederum schafft mehr Sichtbarkeit im Instagram-Algorithmus, und mehr Sichtbarkeit führt zu langfristig mehr Reichweite. Kurz: Je mehr relevante Hashtags, desto mehr potenzielle Reichweite. Es gibt verschiedene Arten von Hashtags – hier sollte man die wählen, die für den eigenen Account relevant sind.

  • Branded Hashtags: Unternehmen können eigene Hashtags kreieren, die entweder den Namen des Unternehmens, eines bestimmten Produkts oder einer speziellen Kampagne enthalten. Der Vorteil: Das Hashtag ist direkt auf das Unternehmen zurückzuführen. Des Weiteren können Unternehmen mit Branded Hashtags ihre Reichweite enorm vergrößern.
  • Community Hashtags: Community Hashtags haben nichts mit der Marke oder einem Unternehmen zu tun, sondern beziehen sich – wie der Name bereits sagt – auf eine bestimmte Community. Wenn wir auf unserem Performics-Instagram-Account zeigen, wo wir gern unsere Mittagspause verbringen, setzen wir das Community Hashtag #foodiesofberlin.
  • Trending Hashtags: Wer Trending Hashtags verwendet, hat ebenfalls die Möglichkeit, seine Reichweite zu erhöhen. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass ein Hashtag aus der eigenen relevanten Branche trendet. Daher ist es besser, den eigenen Content auf Instagram auf Trending Hashtags auszurichten. Beispielsweise kann eine Agentur auf ihrem Account zeigen, wie sie die Adventszeit im Büro verbringt.
  • Banned Hashtags vermeiden: Instagram hat über 114.000 Hashtags aus verschiedenen Gründen gesperrt. Darunter gehören auch viele gewöhnliche wie #instamood oder #tgif („thank god it’s friday“). Bevor ein Hashtag gesetzt wird, sollte vorher gecheckt werden, ob dieses womöglich gesperrt ist. Denn zum einen ist es sinnlos, wenn es nicht erscheint, und zum anderen könnte die Nutzung eines solchen Hashtags ein falsches Signal an Instagram senden. Hier kann man die Listen mit gesperrten Hashtags finden.

 

Die richtige Anzahl posten

Im Netz kursieren die verschiedensten Theorien darüber, wie viele Hashtags man setzen sollte. Bis zu 30 Hashtags sind erlaubt, doch es hält sich wacker das Gerücht, Instagram würde das Setzen sehr vieler Hashtags als Spam einstufen und die Sichtbarkeit des Users eindämmen. Dies ist weder be- noch widerlegt.

Für kleine bis mittelgroße Accounts kann es noch immer sinnvoll sein, die Anzahl der Hashtags auszureizen, sofern diese zum Bild passen und relevant sind. Somit haben sie die Chance, ihre Reichweite zu erhöhen und mehr Follower zu bekommen. Je mehr Follower ein Account allerdings hat, desto weniger Hashtags sind sinnvoll. Generell ist es zu empfehlen, zwischen 10 und 30 Hashtags zu setzen.

Ob die Auswahl der gesetzten Hashtags relevant genug für die eigene Zielgruppe ist, können Nutzer mit Businessprofil ganz einfach durch einen Blick in die Statistik herausfinden. Hierfür wählt man ein gepostetes Bild aus, klickt unten links auf „Insights anzeigen“ und wischt nach oben. In der Kategorie „Impressionen“ ist nun herauszulesen, wie viele User durch die Hashtags auf das Bild aufmerksam geworden sind.

 

 

Relevante Hashtags recherchieren

Wichtig ist, dass man nur relevante Hashtags setzt. Doch wie findet man heraus, welche Hashtags infrage kommen? Zuerst sollte man die Zielgruppe kennen. Wer auf seinem Account von Reisen berichtet, kreiert vor allem Content für Reiselustige und sollte daher auch nur Hashtags aus dem Bereich #traveling nutzen. Um neue Hashtags zu finden, reicht es oft schon aus, zu schauen, welche Hashtags andere große Accounts aus derselben Branche nutzen, und diese zu übernehmen.

Außerdem sollte man überprüfen, wie viele Beiträge bereits für das jeweilige Hashtag gepostet wurden. Denn bei besonders beliebten Hashtags mit Beiträgen im millionenfachen Bereich ist das Risiko sehr groß, dass das Bild in der Masse untergeht. Wer Hashtags nutzt, unter denen eine Anzahl von Bilder im vier- bis fünfstelligen Bereich gepostet wurde, hat die Chance, dass mehr Leute aufmerksam auf das Bild werden – die Konkurrenz ist viel kleiner. Ein guter Mix zwischen nischenorientierten und populären Hashtags ist ideal.

Außerdem sollte man vermeiden, unter jedem Bild dieselben Hashtag-Sets zu nutzen. Das Risiko ist sonst zu hoch, dass die Follower dieser Hashtags den Content bereits gesehen haben und nicht interessiert sind. Wer jeden Monat seine Hashtag-Sets variiert, spricht auch immer wieder ein neues Publikum an.
 

Hashtags im Kommentar verstecken?

Viele vermeiden es, ihre Hashtag-Sets direkt in der Caption zu setzen, und verstecken sie aus ästhetischen Gründen im Kommentar. Nun hat sich der Mythos verbreitet, dass Instagram dies mit einer geringeren Sichtbarkeit abstrafen würde. Das Gerücht ist allerdings nicht bestätigt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Caption einfach durch Punkte vom Hashtag-Set abtrennen. In der Bildervorschau sehen die User auf den ersten Blick dann nur die Caption – die Hashtags erst beim Herunterscrollen.
 

 
Weiterhin haben Instagram-Nutzer mittlerweile die Möglichkeit, Hashtags in die Biografie im Profil einzubinden, sodass die Follower den gesamten Content eines Themas gesammelt unter einem Hashtag finden können. Allgemeine Hashtags ergeben hier allerdings keinen Sinn – so riskiert man, auf die Konkurrenz aufmerksam zu machen, die unter demselben Hashtag Content veröffentlicht. Empfehlenswert für Hashtags in der Biografie sind selbstkreierte Hashtags des Unternehmens bzw. einer aktuellen Kampagne. Des Weiteren sollte man sich auf einen, maximal zwei Hashtags beschränken.
 

Instagram Hashtags richtig setzen: So geht’s!

  • ● relevante Hashtags nutzen
  • ● gesperrte Hashtags vermeiden
  • ● zwischen 10 bis 30 Hashtags pro Post setzen
  • ● Zielgruppe kennen
  • ● sowohl nischenorientierte als auch populäre Hashtags nutzen
  • ● monatlich Hashtag-Sets variieren
  • ● Hashtags in die Caption und Biografie integrieren

 
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