An einem sonnigen und warmen Nachmittag brach das Office-Team, inklusive unserer HR-Abteilung und der Buchhaltung, fröhlich auf, um eine letzte Mahlzeit vor der Gefangenschaft zu genießen. Auf dem Weg zur U-Bahn gab es schon das erste „Softgetränk“ des Tages, das aus Weizen, Hefe und Hopfen bestand.
 
Am Alexanderplatz angekommen, musste erstmal entschieden werden, welcher U-Bahn-Ausgang genommen wird, um möglichst schnell im Restaurant zu sein. Schließlich folgten wir demjenigen, der am lautesten geschrien hatte. Leider war es der falsche Ausgang an einem ganz anderen Ende. Aber da es ein herrlich sonniger Frühlingstag war, hatte niemand ein Problem damit, ein paar Schritte mehr zu gehen. Und wie man so sagt: Jeder Gang macht schlank. Obwohl man erwähnen sollte, dass das natürlich niemand nötig hatte.
 
Aufgeregt und ausgehungert im Restaurant Piazza Rossa angekommen, setzten wir uns zügig an unseren Tisch. Olivenöl, Balsamico, Salz und Pfeffer sowie das Vorspeisebesteck standen bereits auf der karogemusterten Tischdecke. Das „Italian-Feeling“ vor der „Gefangenschaft“ musste einfach sein.
 
Viele von uns kamen sich aufgrund des Hungers geradezu ausgemergelt vor, und unsere knurrenden Mägen waren kaum zu überhören: So war die Freude überaus groß, als die Bedienung uns die Speisekarte brachte. Es dauerte dann auch nicht lange, bis sich alle entschieden hatten, was sie denn essen und trinken wollten. Wasser, Wein und Bier flossen reichlich – wie sich das für eine „Henkersmahlzeit“ gehört. Und auch das Essen ließ keine Wünsche offen: Angefangen bei überdimensionalen Pizzen über knackige Salate bis hin zu fein gewürzten Pasta-Gerichten war für jeden etwas dabei. In der Abendsonne schlugen wir uns den Bauch voll und tauschten uns über Sport, Hobbys und Partys aus.
 

 
Pünktlich ging es danach auch schon weiter, denn es war so weit – unsere Gefängnisstrafe stand an. Dabei hatten wir gar nichts verbrochen. Wirklich nicht! 😉 Aber leider konnten wir Wärter und Richter nicht von unserer Unschuld überzeugen und so mussten wir in 2 Sechser-Gruppen aufgeteilt in das „Secret Prison“ in der Klosterstraße 62 in Berlin. Das Team, das dort als erstes alle Hinweise entdeckt und sie auch richtig einzuordnen weiß, entkommt dem Gefängnis und hat gewonnen. Die Zeit lief – wir hatten nur 66 Minuten, um uns aus dem DDR-Bunker zu befreien. Die Team-Mitglieder verhielten sich bei ihrer Gefängnisflucht sehr unterschiedlich: teils panisch und hyperaktiv, teils cool und überlegt. Aber: Die Mischung macht’s!
 
Das Gewinner-Team, Team 2, hatte bereits nach rund 54 Minuten alle Hinweise entdeckt und konnte sich aus dem Gefängnis befreien. Kurz darauf war auch schon das Team 1 frei und gesellte sich zum anderen Team. Natürlich rieb das Gewinnerteam dem zweitplatzierten Team nicht unter die Nase, wie souverän es sich befreit hatten. Schließlich bestand Team 2 aus guten Gewinnern und Team 1 aus guten Verlierern. So beglückwünschten wir uns gegenseitig und waren froh, diese Erfahrung zusammen gemacht zu haben. Denn am Ende zählt, dass wir alle frei waren.
 

 
Schlussendlich kann man sagen, dass das Teamevent ein voller Erfolg war. Interessante und nette Unterhaltungen führten dazu, dass sich alle besser kennenlernten. Zudem hat uns diese gemeinsame „Gefängnis-Erfahrung“ noch stärker zusammengeschweißt.


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