Wer hat’s erfunden? Das Google-Potential von Markenslogans

Ein witziger TV-Spot, eine Eyecatcher-Anzeige, ein Wahnsinnsplakat. Und auch der Slogan war so originell, dass er haften geblieben ist. Werbeziel erfüllt? Nicht immer. Klar weiß jeder, wer hinter „Ich bin doch nicht blöd“ steckt, aber wie sieht es aus mit „Das Auto“ oder „So schmeckt himmlisch“?

Horizont.net greift Andres Ansichten zu einem Phänomen auf, das die immer noch große Lücke zwischen der klassischen Werbung und SEO bzw. SEA verdeutlicht: Viele Markenclaims verschenken ihr Potential bei Google. Sucht man danach, landet man oft nicht bei der Marke, die damit wirbt. Im Glücksfall (für die Marke) erwischt der Google-Nutzer einen YouTube-Link zum TV-Werbespot oder einen Wikipedia-Eintrag zum Unternehmen. Häufig genug aber verweisen die ersten Suchergebnisse überhaupt nicht auf die Marken- oder Unternehmenswebsite.

Teure Marken-Kampagne – (oft) kein Suchergebnis

„Es schade aber der Marke und der Kampagne, wenn die Suchmaschine kein sinnreiches Ergebnis des Werbetreibenden finden könne“

, fasst Horizont.net die Erkenntnisse aus Andres Ansichten, die regelmäßig bei Etailment.de erscheinen, zusammen. Der erfolgreich im Kundengehirn verankerte Markenclaim verfehlt seine volle Breitenwirkung damit letztlich – und das, obwohl der potentielle Kunde sogar die Initiative ergreift und danach sucht! Viele Unternehmen investieren einiges an Geld, um einen starken Slogan prägen zu lassen, machen sich aber anscheinend nicht die Mühe, diesen auch in dem Pull-Medium Internetsuche abzusichern.

Andre nennt einige prägnante Beispiele dafür: Wer den Slogan der Baumarktkette Praktiker „Geht nicht gibt’s nicht“ bei Google sucht, findet unter den ersten Ergebnissen keines, das auf Praktiker verweist. Gleiches beim Mineralwasser Sachsenquelle und seinem Claim „Macht nicht schön aber durstig“.

Es gibt viele und durchaus prominente Beispiele für Andres Beobachtungen. Manche Unternehmen machen es fast richtig: Gibt man „Soo muss Technik“ bei Google ein, erscheint direkt bei den ersten Ergebnissen der Link zur Seite des Elektronikmarktes Saturn. Vergisst man aber das zweite O, kann man höchstens über die Diskussion um den neuen Slogan oder die Bildergebnisse darauf kommen, wer damit wirbt. So geht es übrigens auch der Marke, die seit Jahren mit dem Slogan aus unserer Überschrift wirbt. Na, wer hat’s erfunden?


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