Der PageRank stellt eine Einschätzung der strukturellen Position einer Webseite im World Wide Web dar, ohne den Inhalt der Webseite zu berücksichtigen. Er wird durch einen Algorithmus ermittelt, welcher alle Dokumente innerhalb des WWW anhand ihrer Verlinkungsstruktur bewertet und einem Gewicht zuordnet – dem PageRank.

Der Algorithmus zur Ermittlung des PageRanks wurde von dem amerikanischen Informatiker und Google-Mitbegründer Larry Page und dem russischstämmigen Unternehmer Sergei Brin entwickelt und gilt als Grundlage der Bewertung von Internetseiten der Suchmaschine Google. Bewertet wird die Verlinkung von Dokumenten untereinander. Je höher die Linkpopularität eines Dokumentes ist, d. h. je mehr Backlinks ein Dokument hat, umso größer ist das Gewicht des Dokuments und damit der PageRank. Der PageRank einer Seite sagt also aus, wie stark externe Seiten auf diese Seite verweisen. Anhand dieser Verlinkung legt Google die Relevanz eines Dokuments im Vergleich zu anderen Dokumenten auf einer Skala von 0 bis 10 fest.

Das PageRank-Konzept basiert demnach auf der Linkstruktur des gesamten Webs, da der Rang jedes einzelnen Dokuments einen Einfluss auf den Rang aller anderen Dokumente des Webs hat.

Vererbung des PageRanks

Beeinflusst wird der PageRank eines Dokuments jedoch nicht nur durch eine hohe Linkpopularität, sondern auch durch die Qualität der Backlinks. Da nicht alle Backlinks qualitativ gleichwertig sind, hat ein Dokument einen höheren PageRank, wenn es von Dokumenten verlinkt wird, die ebenfalls einen hohen Rang haben. Die Bedeutsamkeit eines Dokuments wird also auch durch die Bedeutsamkeit der auf das Dokument verlinkenden Dokumente bestimmt. Je mehr Links allerdings von einem Dokument gesetzt werden, desto geringer ist der „Linkjuice“ der einzelnen Links. Durch jeden gesetzten Link eines Dokuments – ob extern oder intern – verringert sich also die Power des Links und somit die Auswirkung auf den PageRank.

In der Regel hat die Startseite einer Webseite den höchsten PageRank, da sie am häufigsten von externen Quellen verlinkt wird. Die wichtigeren und spezifischeren Informationen einer Webseite befinden sich jedoch oft auf den Unterseiten verteilt. Durch den gezielten Einsatz des Attributs nofollow bei der internen Verlinkung einer Seite kann die Linkpower der Startseite jedoch auch auf die Unterseiten vererbt werden und so deren PageRank erhöhen. Indem Links zu unwichtigen Seiten wie zum Beispiel dem Impressum oder den AGBs durch das nofollow-Attribut für die Suchmaschinen entwertet werden, wird die Anzahl der für Google relevanten Links der Seite reduziert, und wichtigere Links erhalten dadurch mehr Gewicht.

Random Surfer-Modell

Legitimiert wurde das PageRank-Konzept von seinen beiden Erfindern durch das Random Surfer-Modell, welches von einem auf Zufall basierenden Surf-Verhalten ausgeht. Der PageRank bestimmt sich demnach durch einen Random-Surfer, der sich – ohne auf die Inhalte der Seiten zu achten – durch das Internet klickt. Durch dieses willkürliche Folgen von Links werden Seiten, auf die oft verlinkt wird, relativ oft besucht und verdienen somit ihren hohen PageRank.

Das Random Surfer-Modell entspricht allerdings nicht dem realen Surfverhalten von Internetusern, denn der tatsächliche Surfer folgt in der Regel keinen zufälligen Links, sondern Links, die für das Suchziel thematisch passend erscheinen. Auch die Position der Links ist für das Surfverhalten von Bedeutung. Links aus Fußzeilen wird beispielsweise seltener gefolgt als Links, die am Anfang einer Webseite stehen. Diese zentralen Links werden auch von Suchmaschinen-Bewertungs-Systemen bevorzugt.

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