Inhalte, die thematisch eng verknüpft sind, lassen sich besser und effizienter publizieren – genau diesem Konzept folgt die Serial-Content-Strategie. Themen erhalten durch die Einbindung in eine Serie eine übergeordnete Struktur. Damit beschäftige ich mich in meinem Gastbeitrag auf seo-trainee.de. Im heutigen Blogpost habe ich für euch die wichtigsten Informationen aus dem ersten Teil meiner dreiteiligen Serie zum Thema „Serial-Content Strategie“ zusammengefasst.

Was ist Serial-Content?

Möchte man den Begriff „Serial-Content“ genauer erklären, beginnt man am besten mit einem kurzen Exkurs: Der Mensch ist die kleinste wirtschaftliche Einheit der Welt – das ist einer der Gründe, warum das Magazin Brand Eins seit 17 Jahren in der Serie „Mikroökonomie“ Monat für Monat Menschen aus aller Welt vorstellt, die ihren Lebensunterhalt auf ganz unterschiedliche Art und Weise verdienen; mittlerweile sind es rund 200 Porträts und es werden stetig mehr. Die kurze Vorstellung, die Fragen, die Statistiken – trotz der verschiedenen Geschichten gibt es auch wiederkehrende Elemente. Der Erfolg spricht für sich: „Mikroökonomie“ gehört zu den ältesten und beliebtesten Serien des Wirtschaftsmagazins.

Ein anderes Beispiel ist die Doku-Serie „1×1 der Wirtschaft“ des Fernsehsenders BR-Alpha, die das komplette Gegenteil der Serie von Brand Eins darstellt. Hier werden Videos statt Texte genutzt; auch in der Art der Erzählung unterscheiden sich beide. Da jede Folge von „1×1 der Wirtschaft“ das Vorhergehende kontinuierlich weiterzählt und die einzelnen Episoden inhaltlich stark miteinander verknüpft sind, definiert man dieses Beispiel als Fortsetzungsserie. Bei „Mikroökonomie“ hingegen handelt es sich – aufgrund des thematischen Kerns und der in sich abgeschlossenen, voneinander unabhängigen Porträts – um eine Episodenserie.

Roger C. Parker fasst in seinem Blog des Content Marketing Institute die Vorteile von Serial Content für das Online-Marketing zusammen:

  • Mehr Traffic:

    Im Idealfall baut ein Blogpost Spannung und eine Erwartungshaltung auf das Kommende auf. Stößt der Leser auf den aktuellen Teil der Serie, steigt damit auch bei früheren Teilen der Traffic, da die Leser verpasste Folgen nachholen wollen.

  • Mehr Produktivität:

    Durch das Serienkonzept lassen sich Unsicherheiten des Redakteurs bezüglich der Themenwahl und -planung vermeiden, da er nicht mehr parallel das aktuelle Thema bearbeiten und das nächste planen muss.

  • Fortlaufende Veröffentlichung:

    Mit einer Serie kann man tief in ein Thema eintauchen, ohne den Leser in einem einzelnen Blogpost mit einer ganzen Menge an Informationen zu bombardieren. So lässt sich verhindern, dass der Leser aufgrund zu langer Texte das Interesse verliert.

Aus SEO-Sicht lassen sich ergänzend noch folgende Punkte hinzufügen:

  • Bessere Keyword-Optimierung:

    Bei einzelnen, langen Blogartikeln fällt es schwer, den Title-Tag und die Hauptüberschrift gezielt auf mehrere spezifische Keywords zu optimieren. Ob die Seite für solche Begriffe bei Google organisch rankt, hängt daher eher vom Zufall ab. In einer Serie jedoch können die einzelnen Episoden gezielter auf die passenden Keywords hin optimiert werden.

  • Bessere Verlinkungen:

    Das sogenannte Wikipedia-Prinzip der Verlinkungen kommt bei Serial Content zum Einsatz. Da der gesamte Inhalt in mehrere, stets wechselseitig verlinkte Abschnitte unterteilt wird, gibt es unterschiedliche Ansatzpunkte für eingehende Verlinkungen. So fördert eine starke Hauptseite die Unterseiten genauso wie umgekehrt. Dank dieser wechselseitigen Verlinkungen kann der Nutzer immer zu dem Thema springen, das ihn gerade interessiert.

 
In der nächsten Folge zeige ich, wie ihr in fünf Schritten eine Serial-Content-Strategie umsetzt. Mehr darüber erfahrt ihr in Kürze auf unserem Performics-Blog :).


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